Logo

Ident. Nr.: I. 20/73.1

ObjID: obj:1919483

Details (expert)

Date(s)
17. Jahrhundert
Datierung engl.: 17th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Indien,
Land
Dimensions
Länge: 32,8 cm
Breite: 5,7 cm
Gewicht: 200 g

Object Description

Geschmiedeter Dolch aus Stahl mit goldtauschiertem Dekor und geschnitztem Griff aus Jade mit goldgefassten Rubinen. Die schmale Klinge des Dolches ist wenig gebogen und hat unterhalb des Golddekors einen breiten Rücken. Der vegetabile Dekor, der den Heftbereich der Klinge verziert, besteht aus schräg verlaufenden, durch Ranken verbundenen Rundmedaillons; er ist in Gold eingelegt. Der Griff aus Jade ist sorgfältig in Form eines Pferdekopfes geschnitzt. Die Augen des Tieres bestehen aus in Gold gefassten Rubinen.
Derartige Dolche aus kostbaren Materialien waren nicht zum Einsatz im Kampf gedacht: sie gehörten vielmehr zur höfischen Ausstattung hochstehender Persönlichkeiten und wurden wie Schmuckstücke getragen.
Zu dem Objekt gehört die Scheide I.20/73.2.

Last updated: 19.05.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.