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Ident. Nr.: I. 57/71 b

ObjID: obj:1962429

Details (expert)

Date(s)
10./11. Jahrhundert
Datierung engl.: 10th - 11th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Material / Technique
Gold, Granat, getrieben, filigran, granuliert
Dimensions
Höhe: 8,7 cm
Durchmesser: 1,9 cm
Gewicht: 12,8 g
Acquisition
1971 Saeed Motamed (Kauf)

Object Description

Getriebener Ohrring aus Gold mit filigranem und granuliertem Dekor. Der Ohrring hat die Form einer Vase, deren Körper durchbrochen gearbeitet ist. Alle Öffnungen sind von Granalien eingefasst und mit Kordeldraht betont. Im oberen Bereich sitzen runde Fassungen für Schmucksteine oder Perlen, von denen nur noch ein Granat erhalten ist. Im unteren Teil sind acht Ösen befestigt, in die Kettchen mit Halbmonden und Tropfen aus doppeltem Goldblech eingehängt sind, mit kleinen Kugeln als unteren Abschluss. An der mittleren Kette ist ein laternenförmiger Anhänger befestigt, dessen Ecken ebenfalls mit kleinen Ringen und eingehängten Kugeln verziert ist. Der Bügel ist separat gearbeitet.
Die Ketten sind in Fuchsschwanztechnik hergestellt, bei der kleine Ringe gebogen, gelötet und dann miteinander verflochten werden.

Last updated: 01.09.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.