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Schüssel und Kanne (Waschgeschirr) des Chenti-ka

Ident. Nr.: ÄM 15766

ObjID: obj:1965478

Details (expert)

Involved
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Käufer*in
Dating
6. Dynastie
Datierung engl.: 6th Dynasty
Additional titles
Collection title: Schüssel und Kanne (Waschgeschirr) des Chenti-ka
Translation: Personal washing set (basin and ewer) of Khentika
Geographical references
Material / Technique
Bronze (Material / Metall); Kupfer
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 12 x 21,6 x 21,6 cm (Schüssel)

Object Description

Am Ende der prädynastischen Zeit kamen Ensembles aus zusammengehörenden Becken und Kannen auf, die häufig mit der Toilette und persönlichen Hygiene assoziiert werden. Texte auf Grabwänden erwähnen die herausragende Bedeutung persönlicher Reinheit beim Eintritt ins Grab zur Durchführung der Opferrituale. Zuerst wurden diese Ensembles aus Stein hergestellt, während im Alten Reich auch Kupfergegenstände in Gebrauch kamen. Die Kanne ist mit dem Namen ihres Besitzers gekennzeichnet – Chentika – sowie mit einer Schutzformel, die das Objekt vor Diebstahl schützen sollte. Das Becken steht in Verbindung zu einer Privatperson namens Merire.
(R. Kuhn)

Last updated: 03.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).