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Weisses zweiteiliges Sommerensemble

Ident. Nr.: 2003,KR 302 a,b

ObjID: obj:1970203

Details (expert)

Date(s)
um 1866
Dimensions
Länge: Oberteil vorn 50 cm
Länge: Oberteil hinten 61 cm
Länge: Rock vorn 110 cm
Länge: Rock hinten 150 cm

Object Description

Das zweiteilige Baumwollkleid kombiniert eine taillierte Schoßjacke mit einem weiten, zur Schleppe verlängerten Rock. Das hochgeschlossene, leinengefütterte Jäckchen hat vorn einen durchgehenden Knopfverschluss und angeschnittene Schöße. Seine eingesetzten Ärmel sind lang und am Saum mit einer breiten Rüschenmanschette mit gebogten und gestickten Kanten verziert. Der vorn fußlange Rock ist ungefüttert und fällt glatt herunter. Seitlich ist er in kleine Falten und im Rücken in breite Quetschfalten gelegt. Die schwarze Stickerei täuscht in Anlehnung an die Rokokomode einen zurückgeschlagenen Manteau vor. ChrW

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR