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Teil einer Statue, aus einzelnen Fragmenten zusammengefügt

Ident. Nr.: ÄM 37352/01

ObjID: obj:2006247

Details (expert)

Involved
Deutsche Orient-Gesellschaft (DOG) (24.1.1898),
Auftraggeber*in
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Grabungsleiter*in
James Simon (17.9.1851 - 23.5.1932),
Mäzen*atin
Dating
Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton
Datierung engl.: Amenhotep IV / Akhenaten
Additional titles
Collection title: Teil einer Statue, aus einzelnen Fragmenten zusammengefügt
Translation: Part of a sculpture, assembled from individual fragments
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 23,4 x 11,8 x 13,3 cm

Object Description

Bei dem Objekt handelt es sich um 12 zusammengefügte Fragmente, die aus zwei verschiedenen Fundgruppen (ÄM 21372 und ÄM 21289) stammen. Sie sollen an dieser Stelle separat erklärt werden, um eine vollständige Erfassung der Rekonstruktion zu ermöglichen.
ÄM 21372: Laut Fundjournal Ludwig Borchardts handelt es sich bei ÄM 21372 um „mehrere Bruchstücke von verschiedenen Skulpturen“. Ein genauer Fundkontext ist nicht angegeben. Von ÄM 21372 wurden 16 Stücke, von ursprünglich 24, entnommen. Nur 11 dieser Fragmente konnten zusammengefügt werden. Es scheint jedoch sicher, dass die übrigen Stücke ebenfalls zum Objekt gehören.
ÄM 21289: Bei ÄM 21289 handelt es sich nach dem Fundjournal Ludwig Borchardts um den Kopf einer unvollendeten Statue und „eine Anzahl zum Teil sicher nicht dazugehörender Bruchstücke aus demselben Material“. Diese wurden in der so genannten „tiefen Halle“ von P 47.3 gefunden. Ein Fragment aus ÄM 21289 wurde der Gruppe entnommen und zusammen mit den elf bereits erwähnten Bruchstücken von ÄM 21372 zu der neuen Nummer ÄM 37352 zusammengesetzt.
Aus: Taschner, L.; Weber, A., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 390 (Kat.-Nr. 178).

Last updated: 11.03.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).