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Ident. Nr.: I. 8

ObjID: obj:2009331

Details (expert)

Date(s)
16. Jahrhundert
Datierung engl.: 16th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Türkei,
Land
Dimensions
Höhe: 346 cm
Breite: 222 cm
Gewicht: ca. 70 kg incl. Rahmen

Object Description

Fast vollständig erhaltener Medaillon-Teppich. Ein großes spitzovales blaues Medaillon mit gefranstem Rand und grünlichen Anhängern liegt auf dem rotgrundigen Mittelfeld; es ist mit Blüten- und Blattranken dicht gefüllt. In seinem Zentrum liegt ein kleineres hellrotes Medaillon, das aus gelb konturierten Gabelblättern gebildet wird und mit Kelchblüten gefüllt ist. Der rote Teppichgrund ist mit blauen Ranken bedeckt. In den Ecken erscheinen grüne Viertelmedaillons in Form von achtstrahligen Sternen mit Anhängern. Die kleinen seitlichen Anhänger zeigen, dass die Medaillons etwas größer als ein Viertel sind. Die umlaufende blaue Bordüre zeigt eine Wellenranke, die mit großen Palmett- und Rosettblüten besetzt ist, zwischen denen kleinere Blätter und Blüten erscheinen. Eingefasst wird die Bordüre von schmalen Streifen mit einfachen Ranken. Der Teppich wird der westlichen Türkei zugeordnet. Vgl. den sehr ähnlichen, aber sorgfältiger gearbeiteten Teppich 1880,919.

Last updated: 11.06.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.