Logo

Ident. Nr.: Kt I. 393.14

ObjID: obj:2010046

Details (expert)

Date(s)
2. Jahrhundert
Datierung engl.: 2nd century
Dynastie: Parther
Dynastie - engl.: Parthians
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Irak,
Land
Fundort: Ktesiphon,
Ort
Material / Technique
Irdenware, modelgeformt, gebrannt
Dimensions
Höhe: 7,7 cm
Breite: 3,5 cm
Tiefe: 2,6 cm

Object Description

Terrakottenfragment einer weiblichen Figur aus gebranntem Ton mit langem Gewand. Kopf und Fußpartie inkl. Plinthe fehlen. Die in einem zweiteiligen Model geformte, streng auf Frontalansicht ausgelegte und nach hellenistischen Vorbildern geformte spätparthische Figurine dürfte als Votiv- oder Grabbeigabe gedient haben. Der rechte Arm der Figurine ist vor dem Körper angewinkelt und rafft den Chiton unter der linken Brustpartie zusammen, so dass die Gewanddrapierung in leichtem Bogen quer über den Unterleib fällt. Der linke Arm liegt unter einem Mantel längs am Körper an, Kopf und Frisur wurden wahrscheinlich von einem Gewandüberschlag bedeckt. Die Terrakotte dürfte aus den Ktesiphon-Grabungen im Süden des Qasr bint al-Qadi stammen, die genaue Herkunft ist nicht überliefert.

Last updated: 04.03.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

(Iranische Anthologie für Timuriden-Prinz Baisunqur, Sohn von Schahrukh): Dschamschid lehrt Schneider und Schmiede

Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.