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Ident. Nr.: KtW 344

ObjID: obj:2010048

Details (expert)

Date(s)
2. Jahrhundert
Datierung engl.: 2nd century
Dynastie: Parther
Dynastie - engl.: Parthians
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Irak,
Land
Fundort: Ktesiphon,
Ort
Material / Technique
Irdenware, geformt
Dimensions
Höhe: 8,5 cm
Breite: 8 cm
Tiefe: 3,1 cm

Object Description

Spätparthisches Terrakottenfragment eines Reiters. Der dem erhaltenen Pferdchen aufgesetzte Oberkörper ist abgebrochen, das frei modellierte stämmige Tier mit vier konischen Füßchen weist auf dem Rücken die Abdrücke von dessen Ansatz auf. Der aufgestellte Kamm ist durch Fingerkniffe schmal zugerichtet, über der Gesäßpartie ist der Schweifansatz sichtbar. Die Reiterfigurine diente ursprünglich als Grabbeigabe im sogenannten Ostgrab (Grab II), einer bei den Ktesiphon-Grabungen im Süden des Qasr bint al-Qadi entdeckten parthischen bzw. arsakidenzeitlichen Wölbgruft. Bei sekundärer Nutzung des Grabes wurden Teile des Inventars beräumt und südöstlich eines Lehmklotzes vor diesem abgelagert.

Last updated: 04.03.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.