Logo

Ident. Nr.: KtO 635

ObjID: obj:2012077

Details (expert)

Date(s)
501 - 800
Datierung engl.: 6th - 8th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Irak,
Land
Fundort: Ktesiphon,
Ort
Dimensions
Höhe: 4,8 cm
Durchmesser: 2,6 cm Rand
Wandungsstärke: ca. 0,2 cm

Object Description

Ringartige flache Mündung, eingezogener Hals und konisch aufgeweitete Schulter einer kleinen Flasche aus grünlichem Glas. Gefäßkörper und Boden sind nicht erhalten. Die Oberfläche ist wie die Bruchkanten von einem grau-weissen Oxid überzogen. Die Verwitterung spricht für eine Einlagerung in zerscherbten Zustand in feuchtem Milieu. Das Gefäß kann als sogenanntes Balsamarium zur Aufbewahrung von Ölen oder wertvollen Flüssikeiten gedient haben und wurde im Palast von Ktesiphon geborgen.

Last updated: 04.03.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.