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Zweiteiliger abgesteppter Mantel

Ident. Nr.: 2015,9 a,b

ObjID: obj:2012797

Details (expert)

Involved
Entwurf: Regina Georgiew (tätig um 1980-2000),
Entwerfer*in
Dating
1995
Geographical references
Dimensions
Länge: Rock 92 cm
Länge: Jacke 52 cm

Object Description

Der zweiteilige Mantel kombiniert eine kurze Jacke mit halsfernem rundem Kragen und asymmetrischem Verschluss (12 Kugelknöpfchen mit Kordelschlaufen zu schließen) mit einem knöchellangen Wickelrock aus demselben Material. Der Rock schließt lediglich mit einem Klettverschluss.
Gestaltungsziel war es alte bulgarische Musterungen wieder zu beleben in moderner Vergrößerung für industriell produzierte Steppstoffe.
Das Modell wurde zweiteilig und mit Wickelrock entworfen, um zu der 1995 angesagten hautengen "Pantalon"-Hosenmode zu passen.
Der Grat des Köper wird von den darauf aufgesteppten schmalen Linien aus schwarzem Litzenband effektvoll gekreuzt.
Dazu wurde ein kleiner schwarzer, selbst gefilzter Hut getragen.

Last updated: 20.05.2026

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal mit Genien und Schraubfuß

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Pokal aus farblosem Glas, der Fuß ist separat gefertigt und kann mittels eines tiefgeschnittenen Gewindes in den massiven Schaft eingeschraubt werden. Er ist am Fußrand mit umlaufenden Bögen in Schälschliff sowie einem versenkten und mattierten Spitzblattdekor verziert. Der Baluster des Massivschafts trägt einen Rundbogenfries, der Ansatz der becherförmigen, hohen Kuppa wiederholt den Spitzblattdekor, am Mündungsrand finden sich erneut Bögen in Schälschliff. Auf der Kuppawandung ist umlaufend in Tiefschnitt ein Reigen aus musizierenden Kinderbacchanten dargestellt. Aufgrund der fortgeschrittenen Glaskrankheit des oberen Pokalteils sind sie trotz des tief reliefierten Schnitts nur bei genauer Betrachtung erkennbar, feine Details wie die Gesichtszüge und dekorative Blumen oder Früchte verschwinden nahezu in dem Weiß. Ein Teil des Gewindes am Schaftende ist bereits weggebrochen. Der Fuß weist lediglich beginnende Zeichen der Glaskrankheit auf. Die Kombination aus Sujet und Dekorelementen auf dem Pokal spricht für eine Zuschreibung an die Werkstatt Gottfried Spillers (um 1663–vor 1728) und dürfte in die frühen Jahre des 18. Jahrhunderts datieren. Pokale aus zwei verschraubten Teilen gehören zu den seltensten Erzeugnissen der barocken Glaskunst. Man nimmt einerseits an, dass sie wegen ihrer raumsparenden Transportmöglichkeit geschätzt waren. Zum anderen rief sicherlich die technische Virtuosität ihrer Herstellung Bewunderung und Anerkennung hervor und brachte dem Eigentümer Prestige. Dieser Pokal ist der einzig überlieferte, der zweifelsfrei der Potsdamer Glashütte zugeschrieben werden kann. Ungewöhnlich ist hier, dass die Verschraubung nicht direkt unterhalb der Kuppa, sondern am Fuß positioniert ist (Dank an Wieland Kramer für diesen freundlichen Hinweis): Es ist gut denkbar, dass der Fuß nachträglich ergänzt wurde, indem einem Pokal mit Steckverbindung – ähnlich einem anderen Pokal im Bestand des KGM (Inv.-Nr. O-1964,46) – ein Gewinde eingeschliffen wurde. [Verena Wasmuth]MAKR