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Hieratisches Ostrakon mit der Beschwörung einer Geschwulst

Ident. Nr.: P 1269

ObjID: obj:2024173

Details (expert)

Involved
Carl Richard Lepsius (23.12.1810 - 10.7.1884),
Mäzen*atin
Additional titles
Collection title: Hieratisches Ostrakon mit der Beschwörung einer Geschwulst
Translation: Hieratic ostracon with a summoning of a tumor
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 20,7 x 30,5 x 3,2 cm

Object Description

Dieses Ostrakon enthält einen hieratischen, magischen Text, mit "[Beschwör]ungen einer jeden schlimmen ḫzd-Geschwulst, die an jedem Körperglied eines Mannes oder einer Frau entsteht", so der Titel in der Übersetzung von Lutz Popko. Eingeleitet wird der Text mit einer Anrufung an den Sonnengott Re. Dieser habe einen Spruch gegen die Geschwulst kreiert, der darüber vier Mal zu rezitieren sei.
J. Moje

Last updated: 04.09.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).