Logo

Halsuhr mit durchbrochenem Gehäuse

Ident. Nr.: 1899,178

ObjID: obj:2047071

Details (expert)

Creator/Entity
Date(s)
1580 - 1590
Dimensions
Durchmesser: 5,7 cm , Dicke: 2,7 cm

Object Description

Kreisrundes, allseitig durchbrochenes Gehäuse. Wulstige Seitenwand mit Bändern, gegenständigen Blättern und einer Maske. Auf der Rückseite ebenfalls achsialsymmetrische Bänder mit Blättern, viermal wechselnd um ein Zentralmotiv angeordnet. Im Deckel kreisförmige Schauöffnungen um ein Ornament aus Pflanzenformen. - Zifferblatt mit Studenzahlen I-XII und 13-24, Tastperlen, in der Mitte Rankentriebe. Räder des Gangwerkes aus Messing, die des Schlagwerks aus Eisen. Die Gangregulierung später sehr verändert. Schnecke mit Kette. Blatt zum Ablesen der Regulierung der Unruhen-Spiralfeder. Schlagwerk. Auf der Werkplatine die eingeschlagene Meistermarke VS.
Die Marke VS führten die Münchner Meister Ulrich Schniep und Veit Schauffel. Schniep baute jedoch anscheinend nur Sonnenuhren und astronomische Instrumente. Veit Schauffel wurde 1554 Meister des Uhrmacherhandwerks in München. 1571 zog er aus der Stadt fort, zahlte aber von 1574 bis 1586 wieder in München Steuern. Seine Meistermarke ist bekannt, sie zeigt unter den Buchstaben VS den Griff einer Schaufel. Ob Meister Veit in späteren Jahren auch eine Marke mit den Initialien ohne das Gerät verwendete, ist nicht bekannt. TH

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

Additional items from the collections

Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR