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Koran

Ident. Nr.: I. 42/68 fol. 9 r

ObjID: obj:2313835

Details (expert)

Creator/Entity
Fredrik Robert Martin (1868 - 1933),
Vorbesitzer*in
Dikran Khan Kélékian (19.1.1868–30.1.1951),
Vorbesitzer*in
Date(s)
1560 - 1570
Datierung engl.: 1560 - 1570
hiǧra - dt.: 967 - 978
hijra - engl.: 967 - 978
Dynastie: Safawiden
Dynastie - engl.: Safavids
Additional titles
Collection title: Koran
Translation: Qurʾan
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Herkunft (Allgemein): Schiras,
Ort
Dimensions
Höhe: 50 cm
Breite: 34,5 cm

Object Description

Sure 2 (al-Baqara), Verse 85 -91 (Kairo 87 – 93); in Vers 87 (K. 89) fünf Wörter klein nachgetragen. Randillumination: goldgrundiges achtstrahliges „Zehn Verse-Medaillon“ mit Lapislazuli-blauem Zentrum und hellfarbigen Blüten.

Last updated: 04.03.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

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Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.