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Bayern: Karl Theodor

Ident. Nr.: 18224401

ObjID: obj:2368058

Details (expert)

Date(s)
1798
Geographical references
Material / Technique
—
Dimensions
Gewicht: 3,48 g
Durchmesser: 22 mm

Object Description

Vorderseite: CAR THEODOR D G C P R V B D S R I A & EL D I C & M [Carl Theodor von Gottes Gnaden Pfalzgraf bei Rhein, Herzog beider Bayern, des Heiligen Römischen Reiches Erztruchsess und Kurfürst, Herzog von Jülich, Cleve und Berg]. Kopf des Kurfürsten Karl Theodor mit langem Haar und Nackenschleife nach rechts.

Rückseite: EX AURO ISARAE // MDCCXCVIII [Aus dem Gold der Isar 1798]. Der auf einem Felsen links sitzende und nach vorn blickende Flussgott Isar mit Schilfkrone. Linke Hand hält Quellurne, aus der das Wasser strömt. Links daneben das pfalzbayerische Wappen. Im Hintergrund u. a. die Türme der Münchner ...

Kommentar: Eine besondere Spezies bilden die aus dem Gold der Flüsse Rhein, Eder, Donau, Isar und Inn gemünzten Dukaten. Es sind Gepräge von Kurpfalz, Bayern, Baden, Mainz und Hessen. In dem Typen-Katalog von Franz Kirchheimer sind 120 Sorten von Flussgold-Münzen aufgeführt. Das erste so gekennzeichnete Stück ist ein pfälzischer Halbdukat aus dem Jahre 1674, als Schlussmünze der deutschen Flussgoldprägung wird ein bayerischer Dukat von 1863 angesehen.

Literatur: J. P. Beierlein, Die bayerischen Münzen des Hauses Wittelsbach, von dem Ende des zwölften bis zur Mitte des sechzehnten Jahrhunderts (1180-1550) (1868) Nr. 2344; J. B. Bennert, Münzen aus deutschem Flussgold, BMF 44, 1909, 4173 Nr. 50; Sammlung K. Vogelsang. Ausbeute- und Bergwerks-Münzen und -Medaillen (1925) Nr. 420; F. Kirchheimer, Erläuterter Katalog der deutschen Flussgold-Gepräge (1972) Nr. 102; B. Prokisch - H. Emmerig - S. Heinz - M. Zavadil - M. Heintz - D. Lepuschitz, Repertorium zur neuzeitlichen Münzprägung Europas II. Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation und Nachfolgestaaten. Der Bayerische Reichskreis (1996) 22 Nr. 3/22; A. L. und I. S. Friedberg, Gold Coins of the World from ancient times to the present. 7. Auflage (2003) Nr. 252; W. Hahn - A. Hahn-Zelleke, Die Münzen der baierischen Kurfürsten 1623-1806 (2007) Nr. H 353; G. und Schön, Deutscher Münzkatalog 18. Jahrhundert 1700-1806. 4. Auflage (2008) Nr. 132; K. Klütz, Münznamen und ihre Herkunft (2004) 84; B. Kluge - M. Alram (Hrsg.), Goldgiganten. Das große Gold in der Münze und Medaille. Das Kabinett 12 (2010) 110 Nr. I 4.8 mit Abb. (dieses Stück).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18224401

Last updated: 15.12.2025

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Institution:

Münzkabinett

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Vorderseite: ALBERT D G - D FRI ET SA. Barhäuptiges Brustbild Albrechts von Wallenstein in einem verzierten Harnischkragen und mit einem glatten versteiften Stehkragen nach rechts. Unten das Münzmeisterzeichen Sonne.Rückseite: SAC RO IM - PRIN 1630. Der mit einem hermelinverbrämten Fürstenhut überhöhte Schild mit dem gekrönten Wappenadler des Herzogtums Friedland, auf der Brust der quadrierte Wallenstein'sche Schild mit vier aufrecht stehenden Löwen. Unten die Wertzahl 3.Kommentar: Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein (Wallenstein), geb. 1583, ist der bekannteste Feldherr des Dreißigjährigen Krieges. Er kämpfte seit dessen Beginn im Jahre 1618 auf der Seite der Katholischen Liga und des Kaisers Ferdinand II. und machte im Verlauf der 1620er Jahre eine steile Karriere. Seit 1625 war er kaiserlicher General und erhielt neben der Erhebung in den Reichsfürstenstand bedeutende Territorien und Privilegien. Seinen böhmischen Stammsitz Gitschin baute er zu einem Musterbetrieb des Absolutismus aus. Sein Machtzuwachs und Reichtum - sein hinterlassener Besitz wurde auf 10 Millionen Rheinische Gulden geschätzt - schuf ihm allerdings Feinde am Wiener Hof, welche den misstrauisch gewordenen Kaiser die Ermordung Wallensteins am 25. Februar 1634 in Eger gutheißen ließen.Literatur: A. Meyer, Albrecht von Wallenstein (Waldstein) Herzog von Friedland und seine Münzen (1886) 79 Nr. 187. - Zum Münzmeisterzeichen vgl. E. Nohejlová-Prátová (1969) 18-21.Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18224830

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Vorderseite: ALBERTVS D G DVX - MEGAPOL FRIDL. Barhäuptiges Brustbild Albrechts von Wallenstein leicht nach rechts gewandt in einem verzierten Harnisch- und glattem Stehkragen, auf der rechten Schulter drapierte Feldherrnbinde. Unten das Münzmeisterzeichen.Rückseite: ET SAGAE PRINC - VANDAL 1631. Der mit einem hermelinverbrämten Fürstenhut (ohne Bügel und Perlsaum) überhöhte, mehrfeldige Wappenschild, umlegt mit der Ordenskette vom Goldenen Vlies.Kommentar: Der dreizehnfeldige Schild umfasst die Bilder der Herzogtümer Mecklenburg (Büffelkopf von vorn), Friedland (Adler) und Sagan (Hüftbild eines Engels von vorn), der Herrschaft Flinsberg (doppelschwänziger Löwe nach links), des Fürstentums der Wenden (Büffelkopf nach rechts), der Familie von Wallenstein (vier aufrecht stehende Löwen), der Grafschaft Schwerin (quer geteiltes, rot und gold damasziertes Feld), der Herrschaft Rostock (nach rechts steigender Greif) und der Herrschaft Stargard (weiblicher Arm mit einem Ring nach links).Literatur: A. Meyer, Albrecht von Wallenstein (Waldstein) Herzog von Friedland und seine Münzen (1886) 96 Nr. 284; A. L. und I. S. Friedberg, Gold coins of the world from ancient times to the present. 7. Auflage (2003) Nr. 145. - Zum Münzmeisterzeichen vgl. E. Nohejlová-Prátová, Das Münzwesen Albrechts von Wallenstein (1969) 18-21.Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18224826