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Bayern: Maximilian II. Emanuel

Ident. Nr.: 18224425

ObjID: obj:2368077

Details (expert)

Creator/Entity
Date(s)
1720
Geographical references
Bayern,
Region
Material / Technique
Dimensions
Gewicht: 6,46 g
Durchmesser: 24 mm

Object Description

Vorderseite: M E V B & P S D C P R S R I A & E L L [Maximilian Emanuel beider Bayern und der Oberpfalz Herzog, Pfalzgraf bei Rhein, des Heiligen Römischen Reiches Erztruchsess und Kurfürst, Landgraf von Leuchtenberg]. Büste des Maximilian II. Emanuel mit Allongeperücke nach rechts. Unter dem Halsabschnitt ein Stern.

Rückseite: IN TE SPERANTIBVS - CLYPEVS OMNIBVS [Schild für alle, die auf Dich hoffen]. Die sitzende Madonna mit Kind, Reichsapfel und Zepter, vor ihr der bayerische Wappenschild, links und rechts die geteilte Jahreszahl 17-20.

Kommentar: Maximilian II. Emanuel von Bayern ließ den, vom Volk als »Goldmax« bezeichneten Maxdor zu 2 Goldgulden mit der Patrona Bavariae von 1715 bis 1726 prägen. Der Maxdor hatte ein Rauhgewicht von 1/36 Kölner Mark (6,496 g) und ein Feingewicht von 4,99 g (18 ½ Karat, 771/1000). Der offizielle Kurs betrug 7 Gulden. Außerdem wurden doppelte und halbe Maxdor gemünzt. Erstmals in Bayern werden diese Goldmünzen gerändelt, zum Schutz gegen Beschneiden und Befeilen. Nach dem Tode Maximilians II. Emanuel wurde der Maxdor vom Karolin abgelöst, hielt sich aber noch über ein halbes Jahrhundert im Geldverkehr.

Literatur: B. Prokisch - H. Emmerig - S. Heinz - M. Zavadil - M. Heintz - D. Lepuschitz, Repertorium zur neuzeitlichen Münzprägung Europas II. Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation und Nachfolgestaaten. Der Bayerische Reichskreis (1996) 17 Nr. 3/42; A. L. und I. S. Friedberg, Gold Coins of the World from ancient times to the present. 7. Auflage (2003) Nr. 226; W. Hahn - A. Hahn-Zelleke, Die Münzen der baierischen Kurfürsten 1623-1806 (2007) Nr. H. 205; G. Schön, Deutscher Münzkatalog 18. Jahrhundert 1700-1806. 4. Auflage (2008) Nr. 29; F. Freiherr von Schrötter (Hrsg.), Wörterbuch der Münzkunde (1930) 379; K. Klütz, Münznamen und ihre Herkunft (2004) 166; B. Kluge - M. Alram (Hrsg.), Goldgiganten. Das große Gold in der Münze und Medaille. Das Kabinett 12 (2010) 124 Nr. I 4.31 mit Abb. (dieses Stück).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18224425

Last updated: 15.12.2025

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Institution:

Münzkabinett

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Vorderseite: ALBERT D G - D FRI ET SA. Barhäuptiges Brustbild Albrechts von Wallenstein in einem verzierten Harnischkragen und mit einem glatten versteiften Stehkragen nach rechts. Unten das Münzmeisterzeichen Sonne.Rückseite: SAC RO IM - PRIN 1630. Der mit einem hermelinverbrämten Fürstenhut überhöhte Schild mit dem gekrönten Wappenadler des Herzogtums Friedland, auf der Brust der quadrierte Wallenstein'sche Schild mit vier aufrecht stehenden Löwen. Unten die Wertzahl 3.Kommentar: Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein (Wallenstein), geb. 1583, ist der bekannteste Feldherr des Dreißigjährigen Krieges. Er kämpfte seit dessen Beginn im Jahre 1618 auf der Seite der Katholischen Liga und des Kaisers Ferdinand II. und machte im Verlauf der 1620er Jahre eine steile Karriere. Seit 1625 war er kaiserlicher General und erhielt neben der Erhebung in den Reichsfürstenstand bedeutende Territorien und Privilegien. Seinen böhmischen Stammsitz Gitschin baute er zu einem Musterbetrieb des Absolutismus aus. Sein Machtzuwachs und Reichtum - sein hinterlassener Besitz wurde auf 10 Millionen Rheinische Gulden geschätzt - schuf ihm allerdings Feinde am Wiener Hof, welche den misstrauisch gewordenen Kaiser die Ermordung Wallensteins am 25. Februar 1634 in Eger gutheißen ließen.Literatur: A. Meyer, Albrecht von Wallenstein (Waldstein) Herzog von Friedland und seine Münzen (1886) 79 Nr. 187. - Zum Münzmeisterzeichen vgl. E. Nohejlová-Prátová (1969) 18-21.Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18224830

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Vorderseite: ALBERTVS D G DVX - MEGAPOL FRIDL. Barhäuptiges Brustbild Albrechts von Wallenstein leicht nach rechts gewandt in einem verzierten Harnisch- und glattem Stehkragen, auf der rechten Schulter drapierte Feldherrnbinde. Unten das Münzmeisterzeichen.Rückseite: ET SAGAE PRINC - VANDAL 1631. Der mit einem hermelinverbrämten Fürstenhut (ohne Bügel und Perlsaum) überhöhte, mehrfeldige Wappenschild, umlegt mit der Ordenskette vom Goldenen Vlies.Kommentar: Der dreizehnfeldige Schild umfasst die Bilder der Herzogtümer Mecklenburg (Büffelkopf von vorn), Friedland (Adler) und Sagan (Hüftbild eines Engels von vorn), der Herrschaft Flinsberg (doppelschwänziger Löwe nach links), des Fürstentums der Wenden (Büffelkopf nach rechts), der Familie von Wallenstein (vier aufrecht stehende Löwen), der Grafschaft Schwerin (quer geteiltes, rot und gold damasziertes Feld), der Herrschaft Rostock (nach rechts steigender Greif) und der Herrschaft Stargard (weiblicher Arm mit einem Ring nach links).Literatur: A. Meyer, Albrecht von Wallenstein (Waldstein) Herzog von Friedland und seine Münzen (1886) 96 Nr. 284; A. L. und I. S. Friedberg, Gold coins of the world from ancient times to the present. 7. Auflage (2003) Nr. 145. - Zum Münzmeisterzeichen vgl. E. Nohejlová-Prátová, Das Münzwesen Albrechts von Wallenstein (1969) 18-21.Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18224826