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Augustus

Ident. Nr.: 18236703

ObjID: obj:2375034

Details (expert)

Creator/Entity
Antike Herrscherprägung: Gaius Iulius Caesar (Octavianus), seit 27 v. Chr. Augustus,
Münzherr*in
Date(s)
um 27-26 v. Chr.
Material / Technique
Dimensions
Gewicht: 12,36 g
Durchmesser: 31 mm

Object Description

Vorderseite: IMP AVG DIVI F. Kopf des Augustus nach l. Vor ihm ein Palmzweig, hinter ihm ein Heroldstab (caduceus).

Rückseite: Iberischer Rundschild (caetra).

Kommentar: Die Zuschreibung dieser Münze an das spätere Lucus Augusti (Lugo, Galizien) gründet sich auf das massenhafte Auftreten von Fundmünzen im Nordosten der Hispania, aber insbesondere im heutigen Lugo, sowie dem Fund zweier Schrötlinge, welche nahelegen, dass in Lucus Augusti eine Prägestätte existierte. Mit dem Rückseitenmotiv des iberischen Schildes wurden Sesterze, Dupondien und Asses geprägt. Die Prägungen tragen - ausnahmsweise - kein Toponym. Sie wurden vermutlich speziell zur Geldversorgung der römischen Legionen während des Kantabrischen Krieges geprägt und waren in augusteischer Zeit die in diesem Gebiet am stärksten vertretene Münze. Sie sind nicht unbedingt als provinziale Prägungen anzusehen, sondern dürfen, da sie eine ähnliche Funktion besaßen wie die Bronzen aus Nemausus und Lugdunum, mit einiger Berechtigung als Reichsprägungen bezeichnet werden. Ikonographisch eng mit diesen Aesprägungen verbunden ist der augusteische Denar RIC I² Nr. 543, der ebenfalls eine Caetra zeigt. Vgl. zum Prägeort: S. Ferrer, El posible origen campamental de Lucus Augusti a la luz de las monedas de la caetra y su problemática, in: A. Rodríguez Comenero (Hrsg.), Lucus Augusti I. El amanecer de una ciudad (1996) 425-446; RPC I Supplement 1 (1998) 7 ['uncertain mint (NW)']; M. P. García-Bellido, Las legiones hispánicas en Germania. Moneda y ejercito (2004) 70 ff. Zur Ikonographie: E. Polito, Augustan triumphal iconography and the Cantabrian Wars: Some remarks on round shields and spearheads depicted on monuments from the Iberian Peninsula and Italy, Archivo Español de Arqueología, 2012, 141-148.

Literatur: RPC I Nr. 4,26 (dieses Stück). Siehe auch RPC I Suppl. 1 Nr. 4.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18236703

Last updated: 15.12.2025

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Institution:

Münzkabinett

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Friedland, Sagan und Mecklenburg: Albrecht von Wallenstein (Waldstein)

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Vorderseite: ALBERT D G - D FRI ET SA. Barhäuptiges Brustbild Albrechts von Wallenstein in einem verzierten Harnischkragen und mit einem glatten versteiften Stehkragen nach rechts. Unten das Münzmeisterzeichen Sonne.Rückseite: SAC RO IM - PRIN 1630. Der mit einem hermelinverbrämten Fürstenhut überhöhte Schild mit dem gekrönten Wappenadler des Herzogtums Friedland, auf der Brust der quadrierte Wallenstein'sche Schild mit vier aufrecht stehenden Löwen. Unten die Wertzahl 3.Kommentar: Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein (Wallenstein), geb. 1583, ist der bekannteste Feldherr des Dreißigjährigen Krieges. Er kämpfte seit dessen Beginn im Jahre 1618 auf der Seite der Katholischen Liga und des Kaisers Ferdinand II. und machte im Verlauf der 1620er Jahre eine steile Karriere. Seit 1625 war er kaiserlicher General und erhielt neben der Erhebung in den Reichsfürstenstand bedeutende Territorien und Privilegien. Seinen böhmischen Stammsitz Gitschin baute er zu einem Musterbetrieb des Absolutismus aus. Sein Machtzuwachs und Reichtum - sein hinterlassener Besitz wurde auf 10 Millionen Rheinische Gulden geschätzt - schuf ihm allerdings Feinde am Wiener Hof, welche den misstrauisch gewordenen Kaiser die Ermordung Wallensteins am 25. Februar 1634 in Eger gutheißen ließen.Literatur: A. Meyer, Albrecht von Wallenstein (Waldstein) Herzog von Friedland und seine Münzen (1886) 79 Nr. 187. - Zum Münzmeisterzeichen vgl. E. Nohejlová-Prátová (1969) 18-21.Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18224830

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Vorderseite: ALBERTVS D G DVX - MEGAPOL FRIDL. Barhäuptiges Brustbild Albrechts von Wallenstein leicht nach rechts gewandt in einem verzierten Harnisch- und glattem Stehkragen, auf der rechten Schulter drapierte Feldherrnbinde. Unten das Münzmeisterzeichen.Rückseite: ET SAGAE PRINC - VANDAL 1631. Der mit einem hermelinverbrämten Fürstenhut (ohne Bügel und Perlsaum) überhöhte, mehrfeldige Wappenschild, umlegt mit der Ordenskette vom Goldenen Vlies.Kommentar: Der dreizehnfeldige Schild umfasst die Bilder der Herzogtümer Mecklenburg (Büffelkopf von vorn), Friedland (Adler) und Sagan (Hüftbild eines Engels von vorn), der Herrschaft Flinsberg (doppelschwänziger Löwe nach links), des Fürstentums der Wenden (Büffelkopf nach rechts), der Familie von Wallenstein (vier aufrecht stehende Löwen), der Grafschaft Schwerin (quer geteiltes, rot und gold damasziertes Feld), der Herrschaft Rostock (nach rechts steigender Greif) und der Herrschaft Stargard (weiblicher Arm mit einem Ring nach links).Literatur: A. Meyer, Albrecht von Wallenstein (Waldstein) Herzog von Friedland und seine Münzen (1886) 96 Nr. 284; A. L. und I. S. Friedberg, Gold coins of the world from ancient times to the present. 7. Auflage (2003) Nr. 145. - Zum Münzmeisterzeichen vgl. E. Nohejlová-Prátová, Das Münzwesen Albrechts von Wallenstein (1969) 18-21.Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18224826