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Ident. Nr.: F 1313

ObjID: obj:2433352

Details (expert)

Date(s)
nach 1504
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 22,5 x 14,5 x 6,3 cm

Object Description

Mittelfeld und Randstreifen des Einbandes sind mit profiliertem Streicheisen mehrfach unterteilt. Die Linienführung zur Mitte erscheint perspektivisch. Um Kreise, die in Reihen auf gepunztem Grund liegen, wurden Lilien auf glatte Flächen gestempelt. Die äußere, breite Randzone zeigt Szenen einer Treibjagd mit Hasen, Wildschweinen und Hirschen, die gehetzt von einem Hund, gegen ein Netz getrieben werden. An gleicher Stelle erscheint auf der Rückseite ein Fries mit Blumenranken.
Die lilienförmigen Eckbeschläge sind getrieben, graviert und mit der Umschrift "Augspurg / mais[...]" versehen. Ein gebuckelter Besatz schmückt die Mitte des Vorderdeckels. Als Schließe wurde ein Stück Messingband mit Schriftzeichen verwendet.
Der Buchrücken besitzt drei erhabene Doppelbünde, die Zwischenfelder sind mit Lilien bedruckt. Der Titel ist aufgeklebt, ebenso auf dem Vorderdeckel. Der Einband stammt aus dem Kloster Benediktbeuren und enthält die 1504 in Paris gedruckten Werke des Johann Ludovicus Vivaldus. EM

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR