Logo

Staubpinsel mit Ledergriff

Ident. Nr.: F 471

ObjID: obj:2437226

Details (expert)

Date(s)
um 1500
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Deutschland
Dimensions
Länge: 21,5 cm

Object Description

Der Pinsel aus dunkelbraunem Leder mit lackierten Bandauflagen ist mit Messingrosetten verziert. Der Ring zum Aufhängen ist nicht mehr vorhanden. Dunkle und helle Dachshaarborsten in vier dicken Büscheln sind farblich versetzt gebunden.
Ähnliche Exemplare, die wohl vorrangig zur Reinigung der Kleidung dienten, sind in der Malerei und Grafik des 15. und 16. Jahrhunderts häufiger zu finden, z.B. auf dem Bildnis des Ehepaares Arnolfini von Jan van Eyck oder auf Albrecht Dürers Drucken der Mariengeburt und des Hieronymus im Gehäuse. EM

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

Additional items from the collections

Pokal mit dem großen brandenburgisch-preußischen Wappen

Pokal mit dem großen brandenburgisch-preußischen Wappen

Pokal aus farblosem Glas, Abriss am Boden, leicht ansteigender Fuß mit versenktem und mattiertem Spitzblattfries, angesetzt ein wabenfacettierter Balusterschaft zwischen zwei ebenfalls wabenfacettierten Nodi, der Baluster ist mit drei übereinanderliegenden Kränzen aus eingestochenen Luftblasen verziert. Die becherförmige Kuppa wiederholt am Ansatz den Spitzblattdekor vom Fuß und trägt auf der Wandung das fein geschnittene große brandenburgisch-preußische Wappen, beidseitig gehalten von Wilden Männern und unter einem mit Adlern und der Bügelkrone bekrönten Baldachin, hinter dem rechts die Sonne strahlt, unten: Gott mit uns. Die Gegenseite zeigt den preußischen Adler im Flug gegen die Sonne, darunter: Nec soli cedit (Nicht [einmal] der Sonne weicht er), die Devise des sogenannten Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. (reg. 1713–1740). Den verwärmten Mündungsrand ziert ein geblänkter Perlfries unter einer Linie. Bei dem Glas handelt es sich um ein Erzeugnis der Potsdamer Glasmanufaktur, in die Regierungszeit Friedrichs I. datierend, auf den es mit Wappen und Devise gleich zweifach Bezug nimmt. Vermutlich gehörte ein Deckel dazu (der zugeordnete Deckel mit der Inv.-Nr. O-1982,92 b ist zu groß). Ähnliche Deckelpokale mit dem gleichen Sujet sind überliefert (Keisch/Netzer, Herrliche Künste und Manufacturen, 2001, Kat. 180, 181, 191, 192, 194; Rückert, Die Glassammlung des Bayerischen Nationalmuseums, Bd. 2, 1982, Kat. 812, S. 275, Taf. 251; Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Inv. Nrn. XIII 7 und Dln E.St. 01/26; Stiftung Stadtmuseum Berlin Inv. Nr. KH 99/1270 A; Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 19.2 und 20.1). Pokale von dieser Größe und mit königlichen Symbolen waren sicherlich für den Hof bestimmt. [Verena Wasmuth]MAKR

Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR