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Omphalos-Schüssel mit Fünfblatt und Einhörnern

Ident. Nr.: F 1762

ObjID: obj:2437370

Details (expert)

Date(s)
Mitte 15. Jahrhundert
Material / Technique
Messing
Dimensions
Durchmesser x Tiefe: 42,5 x 7,5 cm

Object Description

Die wegen des Buckels im Zentrum so genannte Omphalos-Schüssel (griech. „ὀμφαλός“, Omphalos = Nabel) zeigt fünf radial angeordnete, spitz auslaufende Blütenblätter, zwischen denen aus Löwenköpfen je zwei Akanthusblüten entwachsen. In deren Mitte erscheint ein springendes Einhorn mit zurückgewandtem Kopf, ein Motiv, das auch eine weitere Schüssel im Berliner Kunstgewerbemuseum zeigt (Inv. Nr. F 1534). Ein Exemplar mit Vierblatt und gleichem Bildmotiv befindet sich in der Sammlung Egyeki-Szabó (Nr. 87).
Beckenschläger-Schüsseln aus getriebenem Messing wurden zunächst überwiegend als Hausgerät benutzt, etwa als Blutschüsseln oder Waschgerät. Erst im Laufe des 15. Jahrhunderts wurden Dekore und bildliche Darstellungen üblich, so dass die Schüsseln zuweilen zum reinen Schmuckgegenstand werden konnten und zunehmend auch im sakralen Bereich Verwendung fanden, so als Taufschüsseln oder Kollektenteller.
Zentren der Herstellung waren Nürnberg, Dinant und der Niederrhein. Sichere Hinweise zur Lokalisierung einzelner Exemplare fehlen zumeist, so dass die in der Literatur häufig vorgenommenen Zuweisungen nach Nürnberg in der Regel als nicht gesichert gelten können. LL

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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