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Koptisches Papier von einem Kodex mit Erzählungen und Märchen

Ident. Nr.: P 8774/B

ObjID: obj:2451572

Details (expert)

Involved
Carl Schmidt (1868 - 1938),
Käufer*in
Dating
Abweichende Datierung: 12. Jh. n. Chr.
Additional titles
Collection title: Koptisches Papier von einem Kodex mit Erzählungen und Märchen
Translation: Coptic paper from a codex with tales
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 18,5 x 27,3 x 0,25 cm

Object Description

Unter dieser Inventarnummer sind acht beidseitig in koptischer Sprache und Schrift beschriebene Doppelblätter aus Papier verzeichnet, die von einem Kodex stammen. Auf jeder Seite der sorgfältig beschriebenen Blätter sind jeweils 14 bis 16 Zeilen Text niedergeschrieben. Insgesamt handelt es sich um Fragmente zweier aus je 3 Blättern bestehender Lagen. Nach den Paginierungen zu urteilen sind die Seiten 5-8, 11-20 und 23-24 bewahrt geblieben. Forscher erwägen die Möglichkeit, dass der Schreiber dieses Kodex identisch mit demjenigen des Kodex Berlin  P 8671 sein könnte.
Es handelt sich um eine Sammelhandschrift verschiedener Märchen und Lieder. Darunter finden sich Erzählungen über  Kaiser Theodosius von Byzanz sowie die Geschichte von Salomon und der Königin von Saba.
Bei Letztgenannter handelt es sich um eine im Alten Testament, im al-Qurʾān sowie in äthiopischen Erzählungen auftauchende Herrscherin, die Anfang des 1. Jahrtausends v. Chr. eine Reise nach Jerusalem zum israelitischen König Salomon unternommen haben soll. Unklar ist jedoch, ob es sich um eine historische Person gehandelt hat und ob ihr Herrschaftsgebiet bei Saba im Yemen oder bei Aksum in Äthiopien gelegen haben könnte.
J. Moje

Last updated: 13.02.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).