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Düsterer Wald und Vogel

Ident. Nr.: B UHP 41/13

ObjID: obj:2457847

Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin 2010
n/a

Details (expert)

Creator/Entity
Max Ernst (1891 - 1976),
Künstler*in
Date(s)
Herstellung: 1927
Additional titles
Collection title: Düsterer Wald und Vogel
Original title: Forêt sombre et oiseau
Translation: Sombre Forest and Bird
Provenance
Erwerbungsart ungeklärt: Paul-Gustave van Hecke,
spätestens 1933-spätestens 1938
Kauf (?): E. L. T. Mesens, Brüssel / London,
spätestens 1938-spätestens 1955
Kauf (?): Roland, Browse & Delbanco, London,
1955
Kauf (?): E. J. Power, London,
spätestens 1956-mindestens 1958
Kauf (?): Waddington Galleries, London,
frühestens 1958-1972
Kauf: Galerie Beyeler,
1972-1974
Kauf: Indiana University Art Museum, Bloomington, IN,
1974-1978
Kauf: Galerie Beyeler,
1978-1989
Kauf: The Roc Group,
ab 1989
Auktion: Christie's, London,
2001
Kauf: Sammlung Nahmad,
2001-2006
Kauf: Ulla und Heiner Pietzsch,
2006-2010
Material / Technique
Öl auf Leinwand
Dimensions
Höhe x Breite: 65 x 81 cm
Rahmenmaß: 85,5 x 101 x 5 cm
Acquisition
2010 Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin

Object Description

Für seine grafischen Arbeiten hatte Ernst Mitte der 1920er-Jahre eine Abriebtechnik entwickelt, die sogenannte Frottage (vgl. „L’ecurie du sphynx“, Nationalgalerie, Schenkung Pietzsch), die er wenig später auch für die Malerei nutzbar machte. Aus der Maserung von groben Holzplanken und ähnlich reliefierten Gegenständen schuf der Künstler geheimnisvolle Landschaften, Figuren und Tiere. Ein häufig wiederkehrendes Motiv ist der Wald – meist mit einem aufsteigenden Mond dahinter (vgl. „Forêt“, Nationalgalerie, Schenkung Pietzsch). Mit ihm knüpfte Ernst, der selbst in der Nähe eines Waldes aufgewachsen war, an die Tradition der deutschen Romantik an. Das Gemälde „Düsterer Wald und Vogel“ (ebenfalls Nationalgalerie, Schenkung Pietzsch) nimmt zudem auf das berühmte symbolistische Motiv der „Toteninsel“ (1883, NG 2/80) von Arnold Böcklin Bezug. Der Vogel entstammt der Privatmythologie des Künstlers: Als Alter Ego namens „Vogelobre Horneborn“, „Loplop“ oder „Schnabelmax“, aber auch als Symbol der Freiheit taucht es immer wieder in seinem Werk auf. Ernst hielt die Unabhängigkeit für eine Grundvoraussetzung seines Schaffens. Nur sie erlaube es dem Künstler, sein Werk wie ein Vogel auszubrüten. Mithin erweitert das Motiv des stürzenden Vogels die Idee der Toteninsel um die Dimension des künstlerischen Verlusts. | Kyllikki Zacharias

Last updated: 04.08.2026

Contact

Institution:

Neue Nationalgalerie

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