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Tsingtau

Ident. Nr.: N (8 H) 88/2019

ObjID: obj:2466510

Details (expert)

Dating
1903 - 1914
Geographical references
Material / Technique
Porzellan, glasiert, bemalt
Dimensions
Höhe x Durchmesser: 4 x 23,5 cm

Object Description

Der Souvenirteller (ohne Porzellanmarke) aus glasierter und bemalter Keramik trägt als Motiv die wehende, an den Rändern eingerissene Kriegsflagge des Deutschen Kaiserreichs vor einer über einer grünen Landschaft aufgehenden Sonne. Über der Flagge ist der Schriftzug "Tsingtau" zu lesen, auf dem Rand der Vers "Was unsre Väter aufgebaut / Durch ihren Heldenmut / Das bleibt uns ewig anvertraut / als unser höchstes Gut." Mit "Tsingtau" wurde die Stadt "Qingdao" in China bezeichnet, die von 1898 bis 1919 dem Deutschen Reich als Kolonie diente.

Dieser Teller stammt aus dem Besitz der Großmutter der Schenkerin. Er wurde zusammen mit dem Teller N (8 H) 88/2019 in einem Glasschrank im Schlafzimmer der Familie in Mittelfranken aufbewahrt. Zu ihrem Abitur 1969 erbat sich die Vorbesitzerin beide Teller zusammen mit einem "Weltkriegsgeschirr", die sie als Kuriositäten in den folgenden Jahren ab und an für Essenseinladungen nutzte. Anschließend standen sie bis zur Übergabe an das Museum in einem Vitrinenschrank im Wohnzimmer der Vorbesitzerin. Ob persönliche Bezüge der ursprünglichen Besitzer*innen zu der deutschen Kolonie bestanden, ist unbekannt.

Last updated: 29.06.2026

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.