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Ident. Nr.: N (29 A) 17/2021,a-d

ObjID: obj:2632397

Details (expert)

Involved
Waltraud Münzhuber ,
Hersteller*in
Dating
2021 (Produktion)
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 50 x 33 x 25 cm (a)
Höhe x Breite x Tiefe: 20 x 12 x 3 cm (b)
Höhe x Breite x Tiefe: ca. 30 x 25 x 10 cm (c)
Höhe x Breite x Tiefe: 29 x 29 x 1 cm (d)

Object Description

Große Tasche mit breiten vertikalen Streifen in schwarz-weiß (N (29 A) 17/2021,a). Dazu eine VHS-Kassette inklusive Hülle des Films „Paris-Texas" von Wim Wenders (N (29 A) 17/2021,b). Aus dem Videoband dieses Films ist die Tasche gewebt.

Kleinere Tasche in rot-braun (N (29 A) 17/2021,c). Dazu die Hülle eines Tonbands inklusive der leeren Tonspule (N (29 A) 17/2021,d). Auf der Hülle der Aufdruck BASF sowie handschriftliche Inhaltsangaben.

Beide Taschen wurden von Waltraud Münzhuber gefertigt. Als Handwebermeisterin und Textilkünstlerin beschäftigt sie sich seit 2001 mit Recycling-Material, seit 2006 mit Videobändern und Tonbändern, die sie als Flecht- und Webmaterial umwidmet. Sie fertigt daraus Behälter und Papierkörbe, die sie als Schlauchgewebe flicht, so dass keine Naht entsteht. Für dreidimensionale Objekte eignet sich das Material der Video-, und Tonbänder sehr gut, da es anders als Wolle verwoben eine eigene Standhaftigkeit bekommt. Auf die Idee, Videobänder als Material zu nutzen, kam sie, als eine Freundin von ihr zwar noch Videokassetten hatte, aber kein Abspielgerät mehr. Die Tonbänder entdeckten sie vor dem Theaterwissenschaftlichen Institut der LMU München. Während eines Digitalisierungsprojekt zu den Aufnahmen der Münchner Oper wurde die bereits digitalisierten Tonbänder auf die Schellingstraße vor das Institut gestellt zum Wegwerfen.
Der große Korb ist aus dem Videoband des Films „Paris, Texas“ von Wim Wenders (1984) geflochten, der kleinere aus Jules Massenets Oper „Werther“.
Für ihre aus Video- und Tonbändern recycelten Körbe wurde Waltraud Münzhuber 2012 der RecyclingDesign-Preis verliehen.

Last updated: 17.07.2026

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

Additional items from the collections

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.