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Ident. Nr.: N (7 S) 37/2021

ObjID: obj:2728387

Details (expert)

Dating
1939/45
Geographical references
Material / Technique
Holz, Weide, geflochten, Leder, Leinen, Metall
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 50 x 36 x 12 cm

Object Description

Korb aus Weide geflochten, mit Holzstreben beidseitig verstärkt. Drei unterteilte Fächer mit rundem Durchmesser, die mit einander verbunden sind. Auf der Unterseite Korbboden, oben offen. Die Öffnung ist mit einer passgenauen Metallplatte, die an Lederriemen befestigt ist, zu schließen. Die Lederriemen haben hierfür an der Korbvorderseite Schlitze für zwei Ösen. An der Rückseite des Korbs zudem ein Griff aus Leinen.

Körbe wie jener wurden seit dem Ersten Weltkriegs in Massen hergestellt. Sie dienten dazu Geschosse sicher an die Front zu transportieren. In diesem Korb fanden drei Geschosse Platz. Es handelt sich um einen Packkorb der Wehrmacht, der für Granaten der 7,5 cm Gebirgsgeschütze 36 typisch ist.
Die Produktion dieser Geschosskörbe führte im Ersten und Zweiten Weltkrieg in einigen Gegenden wie Franken oder Grimma dazu, dass die Korbproduktion Hochkonjunktur hatte und auch fachfremde Arbeiter*innen, häufig Frauen und Jugendliche, verpflichtet wurden, bei dieser kriegswichtigen Aktivität zu unterstützen. Betriebe schalteten dafür auch Anzeigen in lokalen Blättern, um Arbeitskräfte zu suchen.
Geschosskörbe für drei Geschosse wurden auch „Drillinge" genannt.

Last updated: 29.06.2026

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.