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Halsuhr mit durchbrochenem Gehäuse

Ident. Nr.: 1899,176

ObjID: obj:2735381

Details (expert)

Date(s)
um 1580/90
Dimensions
Höhe x Durchmesser: 2,9 x 6,3 cm

Object Description

Kreisrundes, allseitig durchbrochenes Gehäuse. Profilierte Seitenwand mit hervortretendem Fries aus Bändern und gegenständigen Blumen. Im Deckel gruppieren sich herzförmige Schauöffnungen in zwei Reihen um ein Zentralmotiv aus Pflanzen und Rollwerk. In der Rückseite blühende Spiralranken symmetrisch in einer Blumenvase.-Zifferblatt: Stundenzahlen I-XII und 13-24, Viertelstundenteilung, Tastperlen. In der Mitte Spiralranken. Stundenzeiger aus Stahl. -Die Gangregulierung des Werkes später verändert. Keine Schnecke, die Feder des Gangwerks ohne Gehäuse, demnach einst ein Stackfreed als Ausgleich der abnehmenden Federkraft. Regulierung der Federspannung durch Zahnräder-Vorspann. Blatt zum Ablesen der Regulierung der Unruhen-Spiralfeder. Schlagwerk.
Dekore aus durchbrochenen Kreisformen und mit achsialsymmetrisch angeordneten Blumen in Vasen wurden im letzten Viertel des 16. Jahrhunderts für Uhrgehäuse in Süddeutschland oft verwendet.
aus T. Hausmann, Alte Uhren, 1979, Kat. Nr. 89
MAKR

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR