Logo

Ident. Nr.: N (9 I) 65/2021

ObjID: obj:2780495

Details (expert)

Involved
Evey Kwong (1983),
Hersteller*in
Dating
2021
Geographical references
Material / Technique
Espartogras
Dimensions
Länge x Durchmesser: max. 30 x 15 cm

Object Description

Handbesen aus hellem, getrocknetem Esparto-Gras. An einem Ende ist ein geflochtener Knauf mit kleiner Schlinge zum Aufhängen. Dem Knauf schließt sich eine Umwicklung aus gezwirnter Esparto-Schnur an, sie hält die Besenhalme fest beisammen.
Evey Kwong studierte graphic design, schloss das Studium 2013 ab und arbeitet seit 2018 als screen Designerin in Berlin. Daneben reist sie zu Künstlerin in Asien und Europa, wo sie besondere Formen des Kunsthandwerks interessieren. Sie rief die Initiative Future Primative (https://futurprimitiv.org/) ins Leben. Besonders interessiert sie sich für Besen aus Naturmaterial, für ihre Herstellung und Geschichte weltweit. Dazu hat sie eigens ein Archiv angelegt.
Die spanische Art Handbesen zu machen lernte sie bei Carlos Fontallis Ortiz. Sie beruht auf Traditionen aus Albacete und Murcia. Das Material dafür ist Esparto, welches auch in seiner rauen Variante verwendet wird. Zum Binden wird eine Nadel verwendet und spezielle Knoten halten den Besen zusammen.
Die Herstellungsmethode beiden anderen Besen kommt aus den Schweizer Alpen. Evey Kwong hat sie bei Margrit Linder gelernt, die sich dort für die Bewahrung des nationalen Handwerkserbe einsetzt. Diese Besen sind aus Blauem Pfeifengras (Molinia caerulea). Die langen, knotenlosen Halme hat man früher auch zum Pfeife putzen verwendet. Ähnliche Besen gibt es auch anderenorts, etwa auf dem afrikanischen Kontinent und in Zypern.

Last updated: 07.07.2026

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

Additional items from the collections

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.