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Julius Caesar bringt den römischen Staastschatz in seinen Besitz

Ident. Nr.: 1943,10

ObjID: obj:2972382

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Leo van den Hecke (gest. 1675),
Hersteller*in
Date(s)
1570er Jahre
Geographical references
Material / Technique
Dimensions
Höhe x Breite: 425 x 600 cm

Object Description

Konzeptbuch:
Wandteppich. Wirkerei in farbiger Wolle und Seide. Darstellung aus der römischen Geschichte. In einer Halle mit Ausblick in eine weite Landschaft mit Bergen im Hintergrund steht Julius Caesar auf dem rechten Bein und stößt mit dem linken gegen die Tür der Schatzkammer, worin sich der römische Staatsschatz befindet, um sich in seinen Besitz zu setzen. In den Händen hält er eine schwere Bohle. An der rechten Seite steht Metellus der Hüter des Schatzes. Sein Begleiter hält ihm ein Tuch vor das Gesicht. Caesars Gefolge ist erstaunt übr seine Kühnheit. Breite Borte. Beim unteren Teil sitzt in der linken Ecke eine Frau ein Füllhorn haltend, in einem Wagen, der von einem Hirsch gezogen wird, in der rechten Ecke das gleiche Motiv, der Wagen wird dort von einem Einhorn gezogen, dazwischen 3 Putten. Die Seitenborten enthalten jeweils eine allegorische Figur, Frühling und Winter ? In der oberen Borte Schrifttafel mit erklärendem lateinischem Distichon in Majuskeln: ABRIPIT  ABSCONSOS THE SAVROS CAESARET AVRO VI POTITVR QUAMVIS MAGNE METELLE NEGAS.
Zwischen den Figuren Blumen, Früchte, Stoffgehänge und Rollwerk.
Brüssel, 70er Jahre des 16. J.
Werkstatt Leo van der Hecke

Der Bildteppich ist seit dem II. Weltkrieg verschollen.
MAKR

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal mit dem großen brandenburgisch-preußischen Wappen

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Pokal aus farblosem Glas, Abriss am Boden, leicht ansteigender Fuß mit versenktem und mattiertem Spitzblattfries, angesetzt ein wabenfacettierter Balusterschaft zwischen zwei ebenfalls wabenfacettierten Nodi, der Baluster ist mit drei übereinanderliegenden Kränzen aus eingestochenen Luftblasen verziert. Die becherförmige Kuppa wiederholt am Ansatz den Spitzblattdekor vom Fuß und trägt auf der Wandung das fein geschnittene große brandenburgisch-preußische Wappen, beidseitig gehalten von Wilden Männern und unter einem mit Adlern und der Bügelkrone bekrönten Baldachin, hinter dem rechts die Sonne strahlt, unten: Gott mit uns. Die Gegenseite zeigt den preußischen Adler im Flug gegen die Sonne, darunter: Nec soli cedit (Nicht [einmal] der Sonne weicht er), die Devise des sogenannten Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I. (reg. 1713–1740). Den verwärmten Mündungsrand ziert ein geblänkter Perlfries unter einer Linie. Bei dem Glas handelt es sich um ein Erzeugnis der Potsdamer Glasmanufaktur, in die Regierungszeit Friedrichs I. datierend, auf den es mit Wappen und Devise gleich zweifach Bezug nimmt. Vermutlich gehörte ein Deckel dazu (der zugeordnete Deckel mit der Inv.-Nr. O-1982,92 b ist zu groß). Ähnliche Deckelpokale mit dem gleichen Sujet sind überliefert (Keisch/Netzer, Herrliche Künste und Manufacturen, 2001, Kat. 180, 181, 191, 192, 194; Rückert, Die Glassammlung des Bayerischen Nationalmuseums, Bd. 2, 1982, Kat. 812, S. 275, Taf. 251; Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Inv. Nrn. XIII 7 und Dln E.St. 01/26; Stiftung Stadtmuseum Berlin Inv. Nr. KH 99/1270 A; Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 19.2 und 20.1). Pokale von dieser Größe und mit königlichen Symbolen waren sicherlich für den Hof bestimmt. [Verena Wasmuth]MAKR

Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR