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Inventarbuch Sammlung 1908 [= Königl. Kunstgewerbe-Museum. Sammlung. Liste der Ankäufe und Geschenke 1908.]

Ident. Nr.: EB_KGM-K_SLG_LZ_1908-1908

ObjID: obj:3083539

Provenienz und Bestand. Online-Publikation der Erwerbungsbücher und Zugangsverzeichnisse der Staatlichen Museen zu Berlin. Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Details (expert)

Creator/Entity
zugeschrieben: Kunstgewerbemuseum Berlin (1879 -),
Folgeherausgeber*in
zugeschrieben: Kunstgewerbemuseum Berlin (1879 -),
Verwalter*in
Zuschreibung unsicher: Kunstgewerbemuseum Berlin (1879 -),
Verfasser*in
Date(s)
Entstehungsjahr: 1908
Entstehungszeit: 1908-1908
Zugangszeitraum: 1908-1908
Additional titles
Collection title: Inventarbuch Sammlung 1908 [= Königl. Kunstgewerbe-Museum. Sammlung. Liste der Ankäufe und Geschenke 1908.]
Kunstgewerbemuseum: Photocopien v. Inventarbuch Sammlung 1908
Geographical references
Verwendungsort: Berlin
Entstehungsort: Berlin
Material / Technique
Dimensions
Höhe x Breite: 25 x 15 cm (1)

Object Description

Kollationsvermerk: handschriftlich mit Seitenzahlen, einseitiger Scan mit 76 Seiten, S. 104-142

Originalinventar verschollen. Fotografische Abzüge Einzelblätter in Klemmmappe

Last updated: 17.03.2026

Contact

Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR