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Formo

Ident. Nr.: N (35 E) 1/2023,14

ObjID: obj:3122453

Details (expert)

Involved
Rüdiger Koch (31.10.1967),
Vorbesitzer*in
Dating
1967
Geographical references
Gotha,
Ortschaft
Material / Technique
Karton, gefaltet, Kunststoff
Dimensions
Länge x Breite x Höhe: 28,5 x 38 x 4,5 cm

Object Description

Plastiksteckbaukasten in unbeschädigtem Pappkarton mit Logo des Kombinats und Aufnahme von spielendem Kind. Produziert vom Kombinat CtE in Gotha; Modell „Kleine Dorfkirche“; der Baukasten ist vollständig und unbenutzt. Warnhinweise außen auf Deutsch, Englisch und Französisch. Preisangabe: 25,10 M, reduziert auf 9,90 M im Kaufhaus Centrum am Alexanderplatz Berlin.

Die Formo-Steckbaukästen aus Plastik gingen auf die die Spielzeugfirma von Werner Wind (Gotha) zurück. Hier wurden ab 1956/57 die „Plasteck“-Bausteine produziert. Ab Ende der 1960er Jahre produzierte sie der VEB Gothaer Kunststoffverarbeitung als „Formo“. Neben „Formo“ gab es in der DDR auch die Pebe-Baukästen aus Bad Kösen. Beide waren das Pendant in der DDR zum dänischen „LEGO“, das 1958 patentiert wurde. Formo, Pebe und Lego waren untereinander nicht kompatibel. Unter dem Namen FORMO system und FORMO constanti kamen verschiedene Baukästen in den Handel. Ein Getriebe- und Radbaukasten erschien wenig später unter dem Namen FORMO mobili. Durch die Verwendung verschiedener Rohstoffe im Produktionsprozess gab es bei den Bausteinen Abweichungen in Qualität und Farbe. 1990 wurde der Betrieb eingestellt, seit 2003 wurden die Bausteine am alten Standort in Gotha wiederhergestellt. Im Jahr 2011 wurde die Firma endgültig abgewickelt, die Gebäude abgerissen. Ein ehemaliger Mitarbeiter der Firma erwarb jedoch einen Teil der Werkzeuge und stellt bis heute (Stand: 2023) in Rochau die Bausteine als Auftragsarbeit her. (Literatur: Havenstein 2007, S. 58ff.)


Last updated: 19.12.2025

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."