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Muster für Herrenanzüge

Ident. Nr.: F 2163 j

ObjID: obj:3950765

Details (expert)

Date(s)
um 1770/1780
Geographical references

Object Description

Von siebenunddreizig derartigen Stickmustern des Kunstgewerbemuseums besitzen zwölf noch die originalen Papierhüllen, so, wie sie dem Kunden zur Auswahl vorgelegt wurden. Bewundernswert ist die Fülle floraler Motive - Blüten, Blattwerk und Gräser - die sich dicht neben feinen Randborten aufsteigend zur Seite biegen.Sie sind sowohl naturgetreu und bestimmbar, wie auch der Phantasie entsprungen oder in ihren Formen abstrahiert. Letzteres betrifft häufig die durch Glas- bzw. Spiegelteilchen bereicherten Stücke. Bei den farbigen Seiden überwiegen Pastelltöne, die, nuanciert und mit ineinandergreifenden Flachstichen die Motive in feiner Nadelmalerei wiedergeben.
aus E. Mühlbächer, Europäische Stickereien, 1995, Kat. Nr. 208
MAKR

Last updated: 30.07.2026

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Institution:

Kunstgewerbemuseum

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Vergoldeter Pokal mit Bildnis Königin Sophie Dorothea von Preußen

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Pokal aus dickwandigem, farblosem Glas, Boden mit Abrissnarbe, die gesamte Oberfläche ist akzentuiert mit Gold staffiert, auf dem Fuß ein Kranz aus Oliven mit Ovalaugen, der massive Schaft ist mit Längsfacetten beschliffen, die sich bis an den Ansatz der bündig anschließenden Kuppa als vertiefte Zungen fortsetzen. Die Kuppawandung ziert in Tiefschnitt unter der Bügelkrone das von einem Adler gehaltene Rundmedaillon mit dem Profilbildnis Königin Sophie Dorotheas (1687–1757), flankiert von Adlern und Lorbeerzweigen, darunter fein goldgemaltes Rollwerk und sich überkreuzende Füllhörner. Der verwärmte Mündungsrand ist beidseitig vergoldet. Der Pokal datiert entweder in die letzten Betriebsjahre der Potsdamer oder in die ersten der Zechliner Glashütte und dürfte höchst wahrscheinlich als Paar mit einem Glas konzipiert gewesen sein, das ein Porträt Friedrich Wilhelms I. (1688–1740) trug (möglicherweise Inv. Nr. O-1982,78, a,b). Eine Reihe sehr ähnlicher bis nahezu identischer Pokalgläser mit Potsdamer Provenienz sind überliefert, die einen zugehörigen Deckel besitzen (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 35.5; Baumgärtner, Porträtgläser, 1981, Abb. 9, S. 21; für das Bildnis vgl. Abb. 5, S. 18; Klesse/Mayr, Veredelte Gläser aus Renaissance und Barock, 1987, Nr. 134; Strasser/Spiegl, Dekoriertes Glas, 1989, Kat. 145, S. 280; Kunsthistorisches Museum Wien, Inv. Nr. Kunstkammer, 10382; Stiftung Stadtmuseum Berlin, Inv. Nr. II 74/185 A, ebenfalls ohne Deckel). Ursprünglich war wohl ein zugehöriger Deckel vorhanden, der zugeordnete Deckel passt nicht, er gehört zu einem kleineren Pokal. [Verena Wasmuth]MAKR