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Ident. Nr.: II A 5446

ObjID: obj:522993

Details (expert)

Involved
Dating
Ende 19./Anfang 20. Jh.
Dimensions
Höhe x Durchmesser: 10 x 24,5 cm

Object Description

Runder Spanholzrahmen aus einem Stück, Enden mit Eisendraht verklammert. Außen zwei schmalere Stabilisierungsrahmen, der untere hält den Siebeinsatz, der aus Roßhaar geflochten ist.

Das Objekt wurde, wie durch die Einfärbung ersichtlich, zum Passieren von Waldbeeren benutzt. Aus Pferdehaaren ließen sich früher viel feinere Siebböden als aus Draht herstellen. Roßhaarsiebe kamen daher beim Sieben feiner Stoffe, wie Mehl, Farben und Gewürzen zum Einsatz. Man nutzte sie auch wenn Metall als Siebboden nicht gewünscht war. Auch Küchensiebe und Kaffeefilter wurden zunächst aus Haargewebe hergestellt. Für die Siebränder wird handgespaltenes, gekochtes und gebogenes Fichten- oder Tannenholz verwendet. Ein Zentrum der Haarsiebmacherei in Deutschland war Hainewalde in der Oberlausitz, wo es in den 1930er-Jahren noch vier Siebfabriken gab. Haarsiebe wurden in viele europäische Länder exportiert, beispielsweise nach Dänemark, Holland und in die Schweiz.

Last updated: 12.12.2025

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.