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Altenburger Hormt

Ident. Nr.: I (54 B) 243/1988

ObjID: obj:559784

Details (expert)

Dating
19. Jh.
Dimensions
Höhe x Durchmesser: 27 x 25 cm (ohne Bänder)

Object Description

Das Hormt besteht aus einem mit rotem Wollstoff überzogenen breiten Pappzylinder. Innen ist er mit rotgrundigem, kleingemusterten Baumwolldruckstoff gefüttert. Außen ist das Hormt mit einer zweimal umlaufende Posamentenborte aus goldtonigen Flachfäden und Lahn geschmückt. Darunter befinden sich fünf vergoldeten Silberplatten, die durch Scharniere verbunden sind. Jede Platte hat 10 Silberbuckel, zweireihig angeordnet, mit einem Ring, in dem je ein kirschblattförmiges, graviertes Messingblättchen hängt. Zwei Blättchen mit Gravierung "M.F.S. 1771 Renoviert" und "GSRB 1830", ein Blättchen gestempelt "AB", Hand im Ring und "AM" sowie ein Blättchen mit "AB", Hand im Ring und "1730".
Den Aufbau bildet ein aufgesetzter, mit rotem Samtband umwickelter, wulstiger Bügel, der mit Stoffblüten, Spiegeln, Silberkantillen und Perlen besetzt ist. Hinten befinden sich zwei bis zur Hüfthöhe herabhängende Bänder und gelegte Doppelschleifen. Ein zweites Band ist über das Hormt geführt und wird vorn zur Schleife gebunden.
Alle Bänder bestehen aus rot-grün gemusterter Seide. Die geschnittenen Ränder sind mit kleinen Volants und Silberpailletten verziert.

Last updated: 12.12.2025

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."