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Ident. Nr.: I (7 A) 16/1989

ObjID: obj:578112

Details (expert)

Dating
Herstellung: 1941
Geographical references
Dimensions
Höhe x Durchmesser: max. 50 x 35 cm (Höhe bis Wulst 35 cm)

Object Description

Mit Weide umflochtene Flasche, dunkleres braun, Form: etwas konisch, Wandung nicht sehr schräg, oben wulstartiger Rand, daran zwei gegenständige, geflochtene Henkel. Der obere Teil des Ballons ist ebenfalls umflochten, kegelartig schräg nach oben verlaufend, bis zum Hals, dessen letztes verdicktes Stück aus grünem Glas oben zu sehen ist. Die Öffnung ist mit einem Korken verschlossen. Auf dem Flaschenhals sitzt ein kleines Häubchen, ebenfalls aus Weise geflochten, oben spitz zulaufend. Auf der Oberseite des Weidengeflechts steht ein schmales, längliches, gelbes Schild mit schwarzer Schrift „10 Liter". An einem der Henkel ist mit einer Schnur ein rechteckiges Papierschild angebunden mit schwarzem Aufdruck: „Carl Kühne", Berlin N 31, Brunnenstraße 111, 25 kg - Essig", mit blauer Schrift ist die „25“ durchgestrichen und stattdessen „10" und vor Essig ist noch „Wein" hinzugesetzt.

Die grüne Glasflasche, ein sog. Glasballon, hat einen Korkverschluss und ist mit ungeschälter Weide umflochten. Der Schutzkorb hat zwei Tragehenkel und einen kleinen abklappbaren Flaschenschutzdeckel zum Schutz des Flaschenrands. Korbmachermeister Wilfried Popp aus Michelau erläuterte 2021 die Flechtweise: Um diesen Ballon so schützend zu umflechten wird zunächst ein Korb geflochten und in diesen der Ballon gestellt. Der Deckel wird separat geflochten, aufgelegt und durch das abschließende Flechten des Korb-Randabschlusses (in Höhe der später angeflochtenen Henkel) mit dem Korb so verbunden, dass er sich nicht mehr entfernen lässt. Die Flechtart wird als gemattetes Geflecht bezeichnet. Hier wurden jeweils sechs Weidenruten (Fäden) über einen Aufsteller (Stake) geflochten.  
Ein kleiner Aufdruck auf dem Pappschild deutet auf eine Datierung 1941 (oder später) hin.

Last updated: 29.06.2026

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Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.