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Statuette der Isis mit Horus

Ident. Nr.: ÄM 10053

ObjID: obj:590119

Details (expert)

Date(s)
Spätzeit
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 15,2 x 3,8 x 7,4 cm

Object Description

Die Bronzestatuette stellt die thronende Göttin Isis dar, die den auf ihrem Schoß sitzenden Horus-Knaben stillt. Isis trägt über ihrer Geierhaube einen Kopfschmuck, der aus Kuhhörnern und einer Sonnenscheibe besteht, wobei die Spitzen der Kuhhörner abgebrochen sind. In dieser Ikonographie ist Isis mit der anderen ägyptischen Muttergöttin Hathor verschmolzen und wird zur nährenden Muttergottheit erhoben.
Das Motiv der stillenden Isis mit dem Horus-Kind, die sog. Isis lactans, hat eine lange Tradition. Es bleibt bis zum Ausklang der ägyptischen Kulturgeschichte ein beliebtes Bildthema und lebt im Christentum im Bildnis der Maria mit dem Jesusknaben fort. Die hieroglyphische Inschrift an den zwei Seiten des Sockels lautet: „Isis möge Leben geben (an) Hep-men, Sohn des Pa-wen-hat-ef.“ Die Inschrift besteht demnach aus einer an Isis gerichteten Wunschformel für den Stifter der Statuette Hep-men (wörtlich Apis dauert), der der Sohn eines Mannes namens Pawenhatef war.
I. Liao

Last updated: 12.08.2026

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Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Demotischer Papyrus mit einem Auszug aus dem "Buch vom Atmen" für Pamonthis

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Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.Dies ist der Totenpapyrus des Pamonth mit einer mythologischen Darstellung. Der mumifizierte Tote wird vor einem gefüllten Opfertisch mit dem Unterweltsgott Osiris dargestellt, hinter ihm steht der Totengott Anubis. Dieser Papyrus ist in demotischer Sprache und Schrift geschrieben und datiert in die Römische Kaiserzeit, vermutlich ins 2.-3. Jahrhundert nach Christus. Dies ist ein eindrückliches Beispiel dafür, dass die altägyptische Mythologie noch bis weit in christliche Zeit hinein verbreitet war. Ursprünglich war der Papyrus mit einem, heute abgewischten, greichischen Text beschriftet (Palimpsest).V. Lepper