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Kohlgefäß mit Schutzdämonen

Ident. Nr.: ÄM 16138

ObjID: obj:592003

Details (expert)

Creator/Entity
Mohareb Todrus (ca. 1847 - 1937),
Vorbesitzer*in
Date(s)
18. Dynastie
Additional titles
Collection title: Kohlgefäß mit Schutzdämonen
Translation: Kohl Vessel Depicting Protective Demons
Geographical references
Dimensions
Höhe x Durchmesser: 6,5 x 5,7 cm

Object Description

Viele Objekte für die Schönheitspflege sind aus dem Grabkontext bekannt. Oft waren diese schon zu Lebzeiten genutzt worden und sollten dann ihren Besitzern auch im Jenseits weiterhin gute Dienste leisten. Einige wurden aber auch – wie die hier gezeigten – speziell für die Grabausstattung hergestellt. Dies erklärt ihre filigrane und detailreiche Gestaltung.
Die Salbölpalette hat sieben Vertiefungen mit Beschriftung für die verschiedenen „heiligen Öle“, die bei der Haut- und Körperpflege eingesetzt wurden. Das Miniaturformat weist darauf hin, dass nicht der reale Gebrauch sondern die grundsätzliche Verfügbarkeit der Öle im Vordergrund stand.
Zur Aufbewahrung der schwarzen, in Pulverform hergestellten Augenschminke wurden kleine runde Gefäße verwendet, die Götterdarstellungen und Pflanzenmotive zeigen konnten. Das Pulver wurde mit Wasser auf einem Schminklöffel angerührt und dann mit einem kurzen Stäbchen aus Holz, Bein oder Metall um die Augen herum aufgetragen. Dies diente nicht nur der Schönheitspflege sondern auch der Gesundheit, da die Inhaltsstoffe des Pulvers antibakterielle Wirkung hatten und dadurch vor Augenkrankheiten schützten.

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Demotischer Papyrus mit einem Auszug aus dem "Buch vom Atmen" für Pamonthis

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Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.Dies ist der Totenpapyrus des Pamonth mit einer mythologischen Darstellung. Der mumifizierte Tote wird vor einem gefüllten Opfertisch mit dem Unterweltsgott Osiris dargestellt, hinter ihm steht der Totengott Anubis. Dieser Papyrus ist in demotischer Sprache und Schrift geschrieben und datiert in die Römische Kaiserzeit, vermutlich ins 2.-3. Jahrhundert nach Christus. Dies ist ein eindrückliches Beispiel dafür, dass die altägyptische Mythologie noch bis weit in christliche Zeit hinein verbreitet war. Ursprünglich war der Papyrus mit einem, heute abgewischten, greichischen Text beschriftet (Palimpsest).V. Lepper