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Lampe mit einem liegenden Damhirsch (?)

Ident. Nr.: ÄM 16143

ObjID: obj:592004

Details (expert)

Involved
Mohareb Todrus (ca. 1847 - 1937),
Vorbesitzer*in
Dating
1.–2. Jh. n. Chr.
Datierung engl.: Roman Empire, 1nd–2nd century AD
Additional titles
Collection title: Lampe mit einem liegenden Damhirsch (?)
Translation: Lamp with a goat, lying down
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 5,7 x 6,2 x 11,2 cm

Object Description

Die volutenartig nach außen geschwungen Außenseiten der Schnauze sind von einem gedrehten Band eingefasst und in der Mitte findet sich eine tropfenförmige Vertiefung, die ebenfalls in Voluten mündet. Auf dem Becken der Lampe liegt ein Paarhufer mit einem gefleckten Fell, der in seiner Darstellung nicht eindeutig ist. Mit dem rechten Hinterlauf krault es sich hinter dem Ohr und um den Hals hängt an einem Strick ein kleines Glöckchen. Bis auf die nicht mehr vollständig erhaltenen Hörner könnte es sich um ein Schaf handeln. Die Verzweigungen lassen jedoch ein Geweih vermuten, das für Damhirsche typisch ist. Unabhängig von dem Tier selbst ist die plastische Ausarbeitung dieser Art singulär.
(J. Helmbold-Doyé)

Last updated: 24.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).