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Grundsteinziegel mit umlaufender hieroglyphischer Inschrift

Ident. Nr.: ÄM 19717

ObjID: obj:593479

Details (expert)

Dating
Schoschenq I. (Scheschonk I.)
Geographical references
Material / Technique
Fayence (Material), türkis
Dimensions
Länge x Breite: 17,3 x 8,5 cm (lt. Inv.)
Höhe x Breite x Tiefe: 8,8 x 17,3 x 2,6 cm

Object Description

Der Fayenceziegel trägt eine umlaufende hieroglyphische Inschrift. Sie beginnt mit zwei horizontalen Zeilen auf der Vorderseite, gefolgt von zwei weiteren auf der Rückseite. Die Inschrift lautet: „Ich habe gemacht für den König von Ober- und Unterägypten Hedj-cheper-Re setep-en-Re, den Sohn des Re, Herrn der Kronen Schoschenq, geliebt von Amun, möge (ihm) Leben gegeben werden wie Re, nämlich der Königssohn des Ramses, Vorsteher der Truppe und Vorderster der Fußsoldaten Djed-Hor-anchef, Bruder (Gemahl) der Königstochter Djed-in-nebu-iues-anch.“ Da in der Inschrift zwei Kartuschen mit dem Thron- und Eigenname des ersten Königs der 22. Dynastie (Dritte Zwischenzeit) Schoschenq I. vorhanden sind, lässt sich das Objekt in dessen Regierungszeit datieren.
Leider ist der Fundkontext des Fayenceziegels unbekannt. Aufgrund des Materials ist davon auszugehen, dass es sich hierbei um ein Objekt aus den Grundsteinbeigaben, die im Rahmen der Gründungszeremonien im Fundament eines ägyptischen Heiligtums niedergelegt wurden, handelt. In der Regel wurden vier Modellziegel in die Gründungsgruben gelegt, die die Ziegel nachbilden sollten, die der König an den vier Ecken eines Heiligtums verlegte. Ein anderer Fayenceziegel mit einer sehr ähnlichen Inschrift und ähnlichen Maßen, der sich heute im British Museum befindet (EA26811), könnte aus dem gleichen Kontext stammen.
(I. Liao)

Last updated: 03.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).