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Spiegel, dessen Griff die Form einer Papyrussäule mit Hathor-Emblem hat

Ident. Nr.: ÄM 2774

ObjID: obj:594236

Details (expert)

Additional titles
Collection title: Spiegel, dessen Griff die Form einer Papyrussäule mit Hathor-Emblem hat
Translation: Mirror with a Handle in the Shape of a Hathor Emblem
Geographical references
Material / Technique
Bronze (Material / Metall)
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 25,3 x 13,5 x 2,6 cm

Object Description

In Ägypten wurde eine Spiegelplatte aus hochpolierter Bronze oder Silber hergestellt, die mit einem Zapfen am unteren Ende und einem Niet mit dem Griff verbunden ist. Der Griff dieses bronzenen Spiegels nimmt die Form einer Papyrussäule mit einer stilisierten offenen Papyrusdolde als oberen Abschluss an. Dazwischen ist ein Emblem der Göttin Hathor eingefügt, welches einen Frauenkopf mit Kuhohren zeigt. Neben ihren zahlreichen Rollen, wie zum Beispiel als Himmels- und Muttergöttin, war Hathor auch die Göttin der Liebe, der Freude und der Schönheit. Daher wurden altägyptische Kosmetikutensilien häufig mit Motiven dekoriert, die eng in Verbindung mit Hathor stehen, wie zum Beispiel das Hathor-Emblem und das Papyrusmotiv. Die Papyruspflanze, die gleichzeitig die Hieroglyphe und ein Sinnbild für „Grünen“ und „Gedeihen“ war, wurde als ein heilbringendes Zeichen verstanden. Das Papyrusdickicht galt außerdem als mythischer Ort der Göttin Hathor, wo sie ihren Sohn Horus fand und ihn in Kuhgestalt säugte.
I. Liao

Last updated: 03.07.2026

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Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).