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Ohrstecker, pilzförmig

Ident. Nr.: ÄM 8132

ObjID: obj:594518

Details (expert)

Involved
George Andrew Reisner (5.11.1867 - 6.6.1942),
Grabungsleiter*in
Walter Wreszinski (8.3.1880 - 9.4.1935),
Mäzen*atin
Dating
Kerma (Mittel/Obernubien)
Geographical references
Material / Technique
Knochen (Material / Fauna)
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 1,5 x 1,5 x 1,5 cm

Object Description

Ohrstecker gehören zu einer Objektgruppe, die nicht nur in Ägypten sondern auch in Nubien dokumentiert ist. Auf dem Friedhof von Kerma sind dreißig dieser Schmuckstücke sowohl einzeln als auch in Paaren belegt. Ein Großteil wurde aus dem in dieser Region sehr verbreiteten Elfenbein gefertigt, neben einigen wenigen Fundstücken aus Fayence. Die Ohrstecker aus Kerma entsprechen einer ägyptischen Formenvariante und bestehen größtenteils aus einer flachen Platte sowie einem abgerundeten 1 bis 2 cm großen Stecker. Dieser Ohrstecker wurde im Grabtumulus K X im Bereich eines Korridors gefunden. Er lag auf dem Kopf eines geopferten Menschen.

Last updated: 14.11.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).