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Krug mit horizontalem Streifendekor

Ident. Nr.: ÄM 20879

ObjID: obj:598245

Details (expert)

Involved
Francis Llewellyn Griffith (27.5.1862 - 14.3.1934),
Grabungsleiter*in
Dating
Meroitisch bis Post-Meroitisch
Geographical references
Material / Technique
Ton, gebrannt; bemalt
Dimensions
Höhe x Durchmesser: 18,2 x 11,8 cm

Object Description

Der bauchige Krug („Lekythos“) steht auf einem schmalen, abgesetzten Standring, der zylindrisch in den breiten Bauch übergeht. Der Schulterbereich verläuft schräg ansteigend hin zu einem schmalen Hals, an dessen oberen Ende ein senkrechter Henkel bis zum Schulteransatz angebracht wurde. Die trompetenförmige Mündung ist typisch für diese, ehemalig aus Griechenland stammende, Gefäßform. Um den Hals, den Henkel und den Bauch sind Reste von schwarzen, horizontalen Streifen erkennbar, die jeweils mittig durch einen helleren durchbrochen werden. Weitere Verzierungen wurden während des Drehvorgangs auf der Scheibe vorgenommen. Hierbei wurden einzelne, horizontale Linien ausgearbeitet, sodass die Oberfläche nicht eben erscheint. Der kaolinhaltige Ton könnte auf einen Import aus der Region um Assuan hindeuten.
Das Objekt wurde im Außenbereich eines Grabes gefunden und wurde möglicherweise als rituelles Gefäß während der Bestattung verwendet oder ist ein Zeugnis von späteren Besuchen am Grab.
(N. Overesch)

Last updated: 17.11.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).