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Materialproben

Ident. Nr.: ÄM 21371

ObjID: obj:598383

Details (expert)

Involved
Deutsche Orient-Gesellschaft (DOG) (24.1.1898),
Auftraggeber*in
Ludwig Borchardt (5.10.1863 - 12.8.1938),
Grabungsleiter*in
James Simon (17.9.1851 - 23.5.1932),
Mäzen*atin
Dating
Amenophis (Amenhotep) IV. / Echnaton
Datierung engl.: Amenhotep IV / Akhenaten
Additional titles
Collection title: Materialproben
Translation: Material samples, five pieces
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 4 x 3,5 x 1,4 cm (größtes Fragment)

Object Description

Borchardt widmete sich nicht nur den beeindruckenden und gut erhaltenen Funden wie den Stauen- und Modellköpfen, sondern er entnahm aus P 47.2 auch Bruchstücke von Skulpturen und so genannte „Materialproben“. In der „breiten Halle“ kamen neben einem königlichen Modellkopf (ÄM 21349) sowie zwei Statuenfragmenten (ÄM 21224, 21336) und einem Bohrkopf (ÄM 21362) fünf Alabastersplitter zum Vorschein, von denen einer noch heute Farbreste aufweist. Alle Stücke sind auf mindestens einer Seite geglättet und lassen teilweise eine plastische Bearbeitung erkennen. Die hochwertige Gesteinsart, die Form einiger Splitter und die erhaltene Kolorierung lassen vermuten, dass sie von einem ausgearbeiteten Objekt stammen, möglicherweise einem Salbgefäß oder einem anderen Kosmetikutensil.
Nach: Wegner, E., in: F. Seyfried (Hrsg.), Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete, Berlin 2012, S. 382 (Kat.-Nr. 170).

Last updated: 25.08.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).