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Terrakotte in Gestalt einer sitzenden Leierspielerin

Ident. Nr.: ÄM 21433

ObjID: obj:598392

Details (expert)

Date(s)
4. Jh. (Byzantinische (Koptische) Zeit -> Ägypten)
Datierung engl.: 4th century AD
Additional titles
Collection title: Terrakotte in Gestalt einer sitzenden Leierspielerin
Translation: Terracottastatue of a woman playing the lyre
Geographical references
Material / Technique
Ton, gebrannt (Material)
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 16,2 x 8,5 x 4,9 cm

Object Description

Die Terrakotte zeigt eine auf einem runden Hocker sitzende Frau, die eine große, in ihre Hüfte gestützte Kastenleier in ihrem linken Arm hält. Unter ihren Füßen befindet sich eine runde Basis. In der Praxis müsste die Musikantin die Leier vor sich und nicht neben sich gehalten haben. Aber vermutlich um die Figur nicht zu verdecken, wurde die anatomisch nicht ganz „korrekte“ Darstellungsweise ausgewählt. Die Leierspielerin ist in einen langen, hellenistischen Peplos mit weiten Ärmeln gekleidet. Ein drapiertes Stoffstück hängt an ihrer rechten Körperseite bis zur unteren Basiskante herab. Die gescheitelten Haare sind aus der Stirn nach hinten gekämmt und im Nacken zu einem Knoten zusammengebunden. Über dieser sogenannten Helmfrisur trägt sie noch eine Art Haube.
Aus der Römischen Kaiserzeit ist eine große Anzahl an Terrakotten belegt, die die Menschen bei unterschiedlichen Aktivitäten abbilden. Musikantendarstellungen gehörten auch zu diesem Themenkreis. Wahrscheinlich stellen sie Musikanten dar, welche die Götterfeste und Prozessionen begleiteten. Bereits seit pharaonischer Zeit traten Leierspieler häufig als Bestandteil eines Musikensembles in den Darstellungen jener Feierlichkeiten auf. Terrakotten in Gestalt von Musikanten wurden vermutlich als Votive im Rahmen der religiösen Festivitäten an den Kultplätzen oder in Heiligtümern abgelegt.
(I. Liao)

Last updated: 24.08.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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