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Kermadolch

Ident. Nr.: ÄM 22594

ObjID: obj:598820

Details (expert)

Creator/Entity
George Andrew Reisner (5.11.1867 - 6.6.1942),
Grabungsleiter*in
Walter Wreszinski (8.3.1880 - 9.4.1935),
Mäzen*atin
Date(s)
Kerma (Mittel/Obernubien)
Additional titles
Collection title: Kermadolch
Translation: Kerma dagger
Geographical references
Dimensions
Länge x Breite x Tiefe: 34,7 x 5,1 x 1,7 cm

Object Description

Eine typische Objektgruppe aus Kerma sind die „Kermadolche“, welche in jener speziellen Form ausschließlich für diese Region oder aber in entsprechenden Gräbern der Kerma-Kultur belegt sind. Auch wurden hier mit einer Anzahl von hundertdreißig Exemplaren mehr Dolche an einem Platz gefunden als im gesamten ägyptischen Raum.
Der Kermadolch bestand aus drei Teilen – einer langen Klinge aus Bronze, einem Griff aus Schildplatt oder Holz und einem Kolben aus Elfenbein, die alle durch Nieten befestigt waren. Die Klinge variierte in der Länge zwischen 12 und 42 cm und war an beiden Seiten geschliffen. Sie saß in einer Scheide aus Leder, die mithilfe eines Riemens am Körper befestigt wurde. Als Grabbeigabe wurden Dolche zwischen den Beinen der Verstorbenen platziert. Dieser Dolch befand sich in der Opferkammer des Grabtumulus K XVIII und lag zwischen den Knien eines der geopferten Menschen.

Last updated: 04.09.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Demotischer Papyrus mit einem Auszug aus dem "Buch vom Atmen" für Pamonthis

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Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.Dies ist der Totenpapyrus des Pamonth mit einer mythologischen Darstellung. Der mumifizierte Tote wird vor einem gefüllten Opfertisch mit dem Unterweltsgott Osiris dargestellt, hinter ihm steht der Totengott Anubis. Dieser Papyrus ist in demotischer Sprache und Schrift geschrieben und datiert in die Römische Kaiserzeit, vermutlich ins 2.-3. Jahrhundert nach Christus. Dies ist ein eindrückliches Beispiel dafür, dass die altägyptische Mythologie noch bis weit in christliche Zeit hinein verbreitet war. Ursprünglich war der Papyrus mit einem, heute abgewischten, greichischen Text beschriftet (Palimpsest).V. Lepper