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Sitzfigur der Göttin Sachmet

Ident. Nr.: ÄM 7266

ObjID: obj:606194

Details (expert)

Additional titles
Collection title: Sitzfigur der Göttin Sachmet
Translation: Seated Figure of the Goddess Sakhmet
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 211 x 49 x 102 cm

Object Description

Majestätisch sitzt die Göttin Sachmet in ihrer charakteristischen Erscheinungsform als Frau mit Löwenkopf auf einem Thron mit niedriger Rückenlehne. Als Zeichen ihrer göttlichen Würde und Macht ist sie mit Sonnenscheibe und Uräusschlange bekrönt, in der linken Hand hält sie das Lebenszeichen (ägyptisch: Anch). Die beiden Seiten ihres Thrones sind mit dem Symbol des „Vereinigens der beiden Länder“ dekoriert. Dabei werden die beiden Wappenpflanzen Lotus (für Oberägypten) und Papyrus (für Unterägypten) um die Hieroglyphe gebunden, die aus einer Luftröhre mit Lungenflügeln besteht und für das Wort „vereinigen“ steht. Derartige Darstellungen finden sich auch auf dem Thron des regierenden Königs.
Die beiden senkrechten Inschriftenspalten an der Vorderseite des Thrones nennen in den ovalen Königskartuschen den Stifter dieser und ca. 600 weiterer Sachmetfiguren: Pharao Amenophis III.
In dieser Darstellung erscheint die Göttin als mächtige Herrscherin mit Königsinsignien, Gesundheit und Leben spendend, was sich Amenophis III. angesichts seiner Krankheit im hohen Alter erhoffte.
O. Zorn

Last updated: 08.07.2026

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Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Hor-chebt, Priester der Isis

Statuette des Hor-chebt, Priester der Isis

Die Statue ist in sitzender Position auf einem massiven, blockhaften Stuhl wiedergegeben. Sie trägt ein bis zu den Knöcheln reichendes, glattes Gewand, das keine weiteren Details erkennen lässt. Oberkörper und Füße sind heute leider verloren, die erhaltene Oberfläche wurde teilweise stark beschädigt. Beide Unterarme ruhen auf dem Schoß mit noch in Ansätzen erhaltenen Händen, der Dargestellte hielt einst ein heute nahezu völlig zerstörtes, göttliches Emblem vor sich, den Inschriften nach zu urteilen wohl eine Manifestation einer der in den Hieroglypheninschriften genannten Gottheiten. Die somit als theophor zu bezeichnende Statue ist daher in den Kontext einer Tempelstiftung zu verorten. An beiden Seiten des Sitzes befinden sich jeweils vier Zeilen eines eingravierten Hieroglyphentexts, während die Sockelzone und der oberhalb der niedrigen Rückenlehne ansetzende, schmale Rückenpfeiler unbeschriftet geblieben sind. Die Inschrift der linken Seite lautet: „Der König gebe ein Opfer an Osiris-den-Herrscher, zu-Gast-im-Fayûm, damit jener gebe ein Totenopfer den Ka des Priesters der Isis, Wärters des Horus, Priesters der Bastet (namens) Hor-achbit, Sohnes des Gleichbetitelten Harsomtus.“ Die Inschrift der rechten Seite lautet: „Der König gebe ein Opfer an Sobek von Schedet, damit jener gebe ein Totenopfer den Ka des Priesters des Sobek-Horus, Dieners im Tempel-Sanktuar, berichterstattenden Priesters, der seinen Herrn ankleidet im Tempel von Krokodilopolis (namens) Hor-achbit, Sohnes des Gleichbetitelten Harsomtus.“Ein lokaler Priester namens Hor-achbit hat also nach Auskunft der Inschriften diese Statue gestiftet. Er war den Titeln gemäß für zahlreiche Gottheiten zuständig, wenn auch Ämterhäufungen in der Spätzeit nicht unbedingt der Realität entsprochen haben müssen und jene vielleicht teilweise eher Rang- denn Amtstitel waren. Priester der Isis, als Mutter des Sobek von Schedet, sind im Fayûm nur äußerst selten belegt. Auch für Bastet-Priester sind nur zwei weitere Belege vorhanden, so dass diese Statue eine wichtige Quelle für das spätzeitliche Kultgeschehen im Fayûm darstellt, zumal wir vom Haupttempel von Schedet in dieser Zeit nicht allzuviel wissen. Hor-achbit selbst ist aus anderen Quellen übrigens bislang nicht bekannt.Die Nennung von Schedet als Kultort einer Lokalform des krokodilgestaltigen Gottes Sobek verweist dabei auf die ursprüngliche Aufstellung. In diesem Ort im Fayûm, griechisch Krokodilopolis, heute Medinet al-Fayûm, wurde die Statue von Heinrich Brugsch gefunden. Dies spricht dafür, dass sie einst in den Ortstempel des lokalen Sobek in der Hauptstadt des Fayûm gestiftet worden sein dürfte(Jan Moje)