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Sitzfigur des Vorstehers der Handwerker, Amenemope, und seiner Frau Hathor

Ident. Nr.: ÄM 6910

ObjID: obj:606549

Details (expert)

Dating
Historische Datierung: Sethos I.
Additional titles
Collection title: Sitzfigur des Vorstehers der Handwerker, Amenemope, und seiner Frau Hathor
Translation: Seated figure of the chief of the craftsmen Amenemope and his wife Hathor
Geographical references
Material / Technique
Holz (Material); Kitt, weiß
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 33 x 18,1 x 25,5 cm

Object Description

Der königliche Schreiber Amenemope sitzt auf einem Lehnstuhl mit Löwenfüßen, während seine Frau Hathor auf einem niedrigeren Hocker Platz genommen hat, der mit einem Kissen gepolsterten ist. Unter ihrem Stuhl hockt ein Affe, der Feigen isst. Das Ehepaar hält sich umfasst. Die Inschriften auf dem separat gearbeiteten Sockel und auf der Rückenlehne sind vertieft gearbeitet und mit einer gelblichen Masse ausgefüllt. Die Texte beinhalten Opfergebete.
(F. Seyfried)

Last updated: 25.08.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).