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Hieroglyphischer Papyrus, Jenseitsführer des Wirtschaftsvorstehers Amun-em-wija

Ident. Nr.: P 3127

ObjID: obj:606602

Details (expert)

Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite: 22,5 x 178 cm

Object Description

Jenseitsführer für den Vermögensverwalter am Amuntempel Amunemwija mit symbolhaltigen Illustrationen über die Gefahren im Totenreich mit hieroglyphischen Beischriften.
Bildstreifen dieser Art ersetzen ein Totenbuch. Was es durch Texte und beigefügte Vignetten an notwendigem Wissen über die Gefahren im Totenreich und ihre Vermeidung vermittelt, lehren Jenseitsführer durch symbolhaltige Illustrationen. Die Bilderfolge ist von rechts nach links zu lesen:
a) Der Verstorbene opfert der Göttin des Westens.
b) Phoenix und Skarabäus sind Zeichen der Wiedergeburt.
c) Das Herz wird beschworen, nicht gegen den Verstorbenen im Totengericht auszusagen.
d) Die vier "Horussöhne" behüten die Innereien des Verstorbenen.
e) Der Pavian steht hier für das Totengericht, bei dem das Herz gegen die Gerechtigkeit aufgewogen wird.
f) Es folgen die bösen Dämonen und Plätze im "schönen Westen".
g) Der Seelengeleiter Anubis (Schakal) führt den Verstorbenen in die Gefilde der vier Himmelsrichtungen.
h) Die Hathorkuh empfängt am Westberg den Toten, wie sie als Himmelsgöttin auch den Sonnengott empfängt.
i) Der Verstorbene als Priester (kahlköpfig) opfert der Hathor.

Von diesem Papyrus existiert mindestens eine bekannte Fälschung, die am 29. Mai 1974 von Pierre Ramond in Theben angekauft wurde.

I. Müller/ J. Moje

Last updated: 24.07.2026

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Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).