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Geschlachtetes Opferkalb

Ident. Nr.: ÄM 14701

ObjID: obj:606631

Details (expert)

Involved
Mohareb Todrus (ca. 1847 - 1937),
Vorbesitzer*in
Dating
12. Dynastie
Datierung engl.: 12th Dynasty
Additional titles
Collection title: Geschlachtetes Opferkalb
Translation: Tomb model of a sacrificed calf
Geographical references
Material / Technique
Holz (Material); bemalt
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 22 x 13 x 7,7 cm

Object Description

Die auf der Seite liegende Kuh stammt aus einem größeren Modell, das eine vollständige Schlachtungsszene mit mehreren Akteuren zeigte. Das Motiv der Rinderschlachtung ist in den Grabdarstellungen des Alten Reiches (2700–2150 v. Chr.) sowie in den Modellen des Mittleren Reiches weit verbreitet, denn dadurch wurde die ewige Versorgung des Verstorbenen gewährleistet. Durch das Zusammenbinden eines Vorder- und eines Hinterbeines ist das Tier auf die Seite gefallen. Die rote Farbspur am Hals deutet an, dass dem Rind bereits mit einem scharfen Messer die Halsschlagader durchtrennt worden ist.
(O. Zorn)

Last updated: 25.08.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

Statuette des Priesters Hori

"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).