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Igel

Ident. Nr.: ÄM 10250

ObjID: obj:606691

Details (expert)

Involved
Carl August Reinhardt (4.2.1856 - 25.11.1903),
Käufer*in
Dating
Historische Datierung: 12. Dynastie
Datierung engl.: 12th Dynasty
Additional titles
Collection title: Igel
Translation: Hedgehog figure
Geographical references
Material / Technique
Fayence (Material), blau; bemalt
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 5 x 5,5 x 9,3 cm

Object Description

Der Igel erfreut sich seit vorgeschichtlicher Zeit (4. Jht. v. Chr.) großer Beliebtheit, da er die friedliche Natur symbolisiert. Er tritt im Alten Reich im Relief in den Landschaftsdarstellungen auf, erscheint im Mittleren Reich häufig als kleine Figur in der Grabausstattung und ist dann wieder in den Grabmalereien des Neuen Reiches vertreten. Auch Skaraboide und Gefäße sind in Igelform erhalten, eine religiöse Bedeutung hat der Igel aber nicht.
O. Zorn

Last updated: 25.08.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).