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Hieratischer Papyrus mit einem Brief des Beamten Horemsaef an seinen Vorgesetzten

Ident. Nr.: P 10016

ObjID: obj:607281

Details (expert)

Involved
Heinrich Schäfer (29.10.1868 - 6.4.1957),
Käufer*in
Carl August Reinhardt (4.2.1856 - 25.11.1903),
Käufer*in
Additional titles
Collection title: Hieratischer Papyrus mit einem Brief des Beamten Horemsaef an seinen Vorgesetzten
Translation: Hieratic papyrus with a letter from the official Horemsaef to his superior
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 32,1 x 12,3 x 0,01 cm

Object Description

Dies ist ein hieratischer Papyrus aus dem Tempelarchiv von Illahun, datierend in die Regierungszeit Sesostris III. im Mittleren Reich. Es handelt sich um einen Brief des Beamten Horemsaef an seinen Vorgesetzten. Der Überbringer des Briefs ist der Tempelarbeiter Sobekemsaf. Auf dem Recto des Papyrus befinden sich neun senkrechte Zeilen, wobei fünf in schwarzer und vier in roter Farbe (Rubra) geschrieben sind. Die Rubra geben die Bemerkungen des Empfängers wieder. Auf dem Verso befindet sich die Adresszeile sowie das Datum: Jahr 18, zweiter Sommermonat, Tag 13 = 1861 v. Chr.
V. Lepper

Last updated: 04.09.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).