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Mumienmaske

Ident. Nr.: ÄM 813

ObjID: obj:758000

Details (expert)

Date(s)
2.–3. Jh. n. Chr.
Additional titles
Collection title: Mumienmaske
Translation: Mummy-mask
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 58,5 x 34,5 x 30 cm (inkl. Stützkern)

Object Description

In der Römischen Zeit wurde die Mumie nicht mehr von einer Mumienhülle umschlossen, sondern nur von einzelnen Belagstücken, darunter eine Mumienmaske. Diese Kartonagemaske besteht aus mehreren Lagen Leinwand und manchmal auch Papyri, die über ein Modell geformt und miteinander verleimt wurden. Eine innen und außen angebrachte feine Stuckschicht diente als Malgrund und als Unterlage für Blattgoldauflagen. 
Das stark beschädigte Gesicht der Maske ist vergoldet und wurde an Stellen, wie der Nase, mit Wachs ergänzt. Die ursprünglich eingelegten Augen fehlen, jedoch ist die linke Augenbraue aus schwarzer Emaille noch vorhanden. Der Kopf ist von einer Geierhaube gekrönt, und über der Stirn verläuft eine Stirnbinde mit Hieroglyphen, die keinen Sinn ergeben. Bei sehr späten Objekten wie dieser Maske dienten Texte meist als dekoratives Element, nicht als inhaltliche Botschaft.
Auf beiden Vorderseiten der Perücke befinden sich vier Felder mit Reliefdarstellungen in gepresstem Gold: (1) Osiris zwischen Isis und Nephthys, (2) Isis, die Harpokrates mit ihren Flügeln schützt, (3) ein Schakal auf einem kleinen Schrein, vor dem ein Gott steht, und (4) Uräusschlangen.
Die aufwendige Vergoldung im Gesicht und in Teilen der Dekoration deutet darauf hin, dass es sich bei der verstorbenen Person um eine wohlhabende Persönlichkeit gehandelt haben muss. Die Vergoldung des Gesichts symbolisiert zudem die Vereinigung des Toten mit dem Sonnengott.
I. Regulski

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Demotischer Papyrus mit einem Auszug aus dem "Buch vom Atmen" für Pamonthis

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Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.Dies ist der Totenpapyrus des Pamonth mit einer mythologischen Darstellung. Der mumifizierte Tote wird vor einem gefüllten Opfertisch mit dem Unterweltsgott Osiris dargestellt, hinter ihm steht der Totengott Anubis. Dieser Papyrus ist in demotischer Sprache und Schrift geschrieben und datiert in die Römische Kaiserzeit, vermutlich ins 2.-3. Jahrhundert nach Christus. Dies ist ein eindrückliches Beispiel dafür, dass die altägyptische Mythologie noch bis weit in christliche Zeit hinein verbreitet war. Ursprünglich war der Papyrus mit einem, heute abgewischten, greichischen Text beschriftet (Palimpsest).V. Lepper